Archiv für den Monat: April 2014

Der Bananenwerfer von Villarreal, David Campayo Lleo, wurde gestern Nachmittag von der Policia Nacional verhaftet..und die Story nimmt immer skurilere Züge an

Wie hier fäschlicherweise vermeldet wurde, betreute der Táter nicht nur in der Vergangenheit Jugendteams von Villarreal CF, sondern war zumindest noch bis Montag „im Dienst“.

Hier ist David L. auf einem Foto mit dem Präsidenten des Vereins (r.im Bild) zu sehen:

Das dürfte nach seiner Verhaftung wohl endgültig vorbei sein. Die Policia Nacional nahm ihn wegen eines Verstosses gegen den Art. 510 des sp. Strafgesetzbuches fest. Dieser greift dann, wenn es Anlass gibt, das jemand „zur Diskriminierung, zum Hass oder zur Gewalt gegen Personengruppen oder Vereinigungen aus rassistischen Gründen anstiftet oder angestiftet hat“. David L. begab sich am Dienstag Nachmittag zum Verhör auf die zuständige Wache in Begleitung eines Anwaltes.

David Campayo Lleo wurde nach der Vernehmung unter Auflagen wieder auf freien Fuss gesetzt.

Nun kommen wir zum skurilen Teil dieser Begebenheit:

Für Morgen, den 1. Mai, haben Freunde von David zu einer Kundgebung auf der Plaza Mayor in Villarreal aufgerufen, in der sie sich der Vorverurteilung und „der Lynchjustiz“ gegen ihren Freund erwähren wollen.

Wie es in dem befremdlichen wirkenden Aufruf „Wir sind alle David“ heisst, dient diese Massnahme nur dazu, „unsere Stadt und ihre Einwohner mit einem schlechten Ruf zu belegen“.

Ein Familienmitglied von David Lleo erklärte gegenüber das sp. Nachrichtenagentur EFE , dass sie (dieFamilie des L.) sich gegen diese „extreme Kriminalisierung“ einer Tat verwähren, die „er bereut und auch bezahlen wird“ und, natürliche, gegen die ausssergewöhlich unrechte Behandlung seitens Bevölkerung, Medien und Justiz, die ihm widerfährt.

Nach der Aktion retweetete David L., unter dem Pseudonym „Angel Chumillas“(Ein „Witzname“ übrigens), dass es sich um einen „mono cabrón“ (dt. in etwa „einen verdammten Affen“) gehandelt habe.

Vor ca. 10 Stunden wurde unter gleichem Pseudonym folgender Tweet gesendet:

„Guten, Weissen Tag“.

David L. scheint viel gelernt zu haben. Ob er auch weiss, dass die es sich bei der „weissen“ Hautfarbe um einen genetischen Defekt, nämlich des chronischen Mangels an Vitamin B12, handelt, können wohl nur die Gelehrten beurteilen.

Im Verlaufe dieser Saison wurden übrigens bereits 23 „Fans“ wegen ähnlicher Verfehlungen zu Geldstrafe zwischen 3 001 und 4 000 € und dem entsprechenden Verbot, Stadien zu betreten, verurteilt.

Zum ruhmreichen Abschluss noch ein Video der L.A. Clippers: „We’re one“

P.S. lt.EL MUNDO DEPORTIVO (Barcelona) wird Alves derzeit mit Werbeangeboten aus dem Fruchtsektor überhäuft.

Dani Alves: Der Bananenwerfer wurde identifiziert und der Mitgliedsausweis durch den Villarreal C.F. entzogen

Wie die in Valencia erscheinende Sportzeitung SUPERDEPORTE am 28.4.2014 gegen 19h 30 in ihrer On-Line-Edition bekannt gab, konnte der Bananenwerfer „dank des grossen Einsatzes der Sicherheitskräfte und der unschätzbaren Mitarbeit der Fans“ der Táter idenfiziert werden.

Das war beim Tränengasbombenwurf gegen Celta nicht so. Dort wurde tagelang im Fernsehen mit Aufnahmen der Sicherheitskameras des Madrigal gefahndet.

Die Klubführung teilte mit, dass dieser Person der Mitgliedsausweis entzogen wird und, dass er ausserdem ein lebenslanges Stadionverbot erhält. Weiter bekräftigt der Villarreal C.F. seine „feste Berufung zum gegenseitigen Respekt, der Gleichheit, der Sportlichkeit und auch auf das Fair-Play inner- und ausserhalb des Spielfeldes und manifestiert zugleich, das sie jede Aktion, die gegen die besagten Prinzien verstösst, wie z. B. die Gewalt, die Diskriminierung, der Rassismus und die Fremdenfeindlichkeit, verstösst.“

Die Ligamannschaft der Levante UD macht auch mit!!

Weiterhin wird eine drakonische Geldstrafe durch die „Comisión Anti-Violencia“ der RFEF erwartet, die morgen in Madrid (Las Rozas) ihre wöchentliche Sitzung abhalten wird.

In einer Pressekonferenz am heutigen Dienstag erklärte der Präsident des Villarreal CF, Fernando Roig, dass wegen der Aktion eines Einzelnen, nicht der gesamte Klub verurteilt werden darf. Er gab bekannt, dass es sich bei dem Werfer um einen 25-jährigen Mann handelt, der Vereinsmitglied ist und früher einmal als Betreuer der Jugendabteilung in Erscheinung trat.

Da diese Person seine Tat bereute, strebt der Verein keine individuelle Verfahren an und überlässt das Weitere der Polizei und der Justiz.

Die beste Aktion von Dani Alves seit Langem

Selbst unter dem dem sonst als vorbildlich verschrienen Publikum in Villarreal scheinen sich offensichtlich ein(ige) Idiot(en) gemischt zu haben. Dies war schon der zweite unschöne Vorfall nach dem Wurf einer Tränengasgranate beim Spiel gegen Celta.

Vor der Ausführung einenes Eckstosses wurde der Brasilianer mit einer Banane beworfen. Alves nahm das „Geschenk“ an und ass sie.

Immerhin hat der Schiedsrichter Fernández Borbalán diesen „Zwischenfall“ im Spielbericht vermerkt. „In der 75. Minute, als der Gästespieler mit der Rückennummer 22, Herr Daniel Alves Da Silva, nahe dem Assistenten Nr. 2, im Begriff war einen Eckball auszuführen, wurde aus dem Publikum eine Banane geworfen. Diese wurde sofort von besagtem Spieler aufgenommen. Er ass eine Portion selbiger und warf den Rest ausserhalb des Spielfeldes. Die Spiel konnte mit absoluter Normalität fortgesetzt werden.“

Dies geschieht eher selten, nämlich, dass ein derartiger Vorfall aktenkundig wird und die zuständigen Disziplinarorgane ex officio, also von Amts wegen, handeln müssen.

Wie lange wird es noch dauern, bis der/die Letzte auf diesem Erdball bemerkt hat, dass wir ALLE aus Afrika abstammen?

„Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die Dummheit der Menschen. Aber beim Universum bin ich mir noch nicht so sicher.“

aus: Lebensliebe/Albert Einstein

Hier einige Reaktionen:

!. von Sergio Aguero zusammen mit der Weltfussballerin Marta

2. von Gray Lineker

Gary Lineker ‏@GaryLineker 16 Std.

„Absolut geniale Reaktion von Alves. Behandel(t)n Sie die rassistischen Spinner mit vollständiger Verachtung!

3. von Hulk (Zenit St. Petersburg)

4. von Neymar jr.

5.Dembele und Chadli (Tottenham Hotspurs)

6. von Mariló Montero (Moderatorin und stellvertrtende Direktorin des sp. Staatsfernsehens TVE1)

„Mariló Montero summiert sich an die Solidaritätsakte für Dani Alves, isst live eine Banane und sagt „Ich bin auch ein Affe““ und das war, sozusagen, in der TAGESSCHAU.
https://www.facebook.com/photo.php?fbid=802546199770450&set=a.546237375401335.126942.167866666571743&type=1&theater

7. von Eric Adibal

8. vom FC St. Pauli

Der 34. Spieltag in der Liga BBVA…alle Spiele, alle Tore

C.At. Madrid – Elche C.F. 2:0 (0:0)
Vicente Calderón, 18.4.2014, 20h30
Zuschauer: 48782‎

Bereits am Karfreitag, dem 18.4.2014, empfing der Tabellenführer und CL-Halbfinalist Atlético de Madrid den Elche CF. Der Aufsteiger hielt lange Zeit am Ufer des Manzanares das Unentschieden. Zu Beginn der zweiten Halbzeit leistete sich David Villa den Luxus einen Strafstoss zuversemmeln. Von den insgesamt neun Versuchen, die die „Colchoneros“ im Laufe dieser Saison hatten, wurde vier Mal vergeben.

Diego „el Cholo“ Simeone signalisierte mit den Fingern, dass der „Guaje“ antreten sollte, da Diego Costa bereits drei Mal vom omminösen Punkt scheiterte. Zuletzt vor Wochenfrist beim Gastspiel im Coliseum Alfonso Pérez zu Getafe. Auch in dieser Wertung liegen die „Roji-blancos“ nun zusammen mit dem Athletic Club und Levante an der Spitze.

Da die Stürmer nicht trafen, musste der Führungstreffer von Atléti quasi zwangsläufig nach einem Standart fallen. In der 70. Minute köpfte Innenverteidiger Miranda eine Ecke unhaltbar ein. Die Gäste reklamierten ein Foul, doch Clos Gómez liess den Treffer gelten.

Kurz vor dem Schlusspfiff sorgte Diego Costa mit seinem 27. Einschuss für die entgültige Entscheidung. Diesmal gelang es dem Hispano-Brasilianer vom Elfmeterpunkt zu vollstrecken. Das Foulspiel war an ihm selbst verübt worden und der Übeltäter, der rumänische Innenverteidiger Sapunaru, durfte vor Schichtende Duschen gehen.

Der Gästecoach Fran Escribá zeigte sich als fairer Verlierer und wünschte seinem Pendant, dass sie sowohl die Meisterschaft, als auch die CL, gewinnen mögen. Atléti ist mit nur neun Gegentoren der Verein, der in der laufenden Saison die wenigsten Gegentore im heimischen Stadion hinnehmen musste.

Tore:
1-0 Miranda (70′)
2-0 Diego Costa (88′)

Verwarnungen:
Diego Costa (63′)
Raul Garcia (72′)

Sapunaru (49′)
Coro (54′)
Rivera (63′)
Pelegrin (64′)
Sapunaru (87′) GELB-ROT

Schiedsrichter:
Clos Gómez, Carlos (Comité Aragonés)

Quelle der Statistiken: http://actas.rfef.es/actas/RFEF_CmpPartido?cod_primaria=1000144&CodActa=23414

C.A. Osasuna – Valencia C.F. 1:1 (1:0)
Reyno de Navarra, 19.4.2014, 16h
Zuschauer: 16975

Ein Spruch meiner Grossmutter fasst das Ergebnis dieses Matches hervorragend zusammen: „Zuwenig zum Leben und zuviel zum Sterben“.
Das späte und fast schon unverhoffte Unentschieden der Gäste durch den zuletzt von den eigenen Fans stark kritisierten Jonas lässt den Navarros, trotz der nun drei Punkte Vorsprung auf den 18.Rang, nicht vollständig durchatmen.

Auf Seiten der „Che“ ruhen alle Hoffnungen auf der Europa League, da nach dem Remis der Rückstand auf Platz 7 auf sieben Punkte angewachsen ist, wobei Villareal erst am Montag, dem 21.4.2014 in der Rosaleda gegen die Schuster-Schützlinge antreten musste.

Am 22.4. läuft das Moratorium von BANKIA aus. An diesem Tag soll der neue Eigentümer des Vereins bekanntgegeben werden. Die Bank will durch den Verkauf ihrer Aktien 250 Mill. € einnehmen, was schon einen Abzug von 70 Mill. € auf die Schuld einschliesst.

Unruhige Zeiten an der Turia, zumal auch noch ca. 1 200 Sitzschalen im „Gol Xicotet“ ersetzt werden müssen, die während des Endspieles um die Copa Del Rey durch Barça-Anhänger verstört wurden. Zu dem gesamten VCF-Komplex gibt es im Laufe der Woche einen Beitrag auf dieser Seite.
P.S. (21.4.) Die Frist zur Abgabe einer Oferte für das Aktienpaket wurde bis zum 3.5. verlängert. Mit einer endgültigen Entscheidung wird nach heutigem Stand der Dinge am 17.5.2014 gerechnet!!!

Y-T-Video wird nachgereicht

http://forum.rojadirecta.es/showthread.php?219142-Spain-Liga-BBVA-Osasuna-Vs-Valencia-19-04-2014

Tore:
1-0 Oriol Riera (19′)
1-1 Jonas (81′)

Verwarnungen:
Torres (21′)
Damia (44′)
Silva (66′)

Keita (55′)
Mathieu (73′)

Schiedsrichter:
Estrada Fernández, Javier (Comité Catalán)

Quelle der Statistiken:http://actas.rfef.es/actas/RFEF_CmpPartido?cod_primaria=1000144&CodActa=23423

Levante U.D – Getafe C.F. 0:0 (0:0)
Ciutat de Valencia, 19.4.2014, 18h
Zuschauer: 10.193

Auch der Dekan des valencianischen Fussballes kam nicht über eine Punkteteilung gegen den Getafe C.F. hinaus. In einem schwachen Spiel hatte für die „Granota“ Víctor Casadesús die grösste Einschussgelegenheit, doch der Mann aus S’Arenal kam mit seiner Grätsche am langen Pfosten, nach einer scharfen Hereingabe von David Barral, zu spät.

Die Madrilenen ziehen weiterhin die Grenze der Abstiegszone, aber es ist nun logischerweise ein Spiel weniger auf dem Programm, um den Klassenerhalt zu schaffen. Die wenigen Gelegenheiten wurden schon fast routinemässig von Keylor Navas entschärft.

Bleibt eigentlich nur noch der Platzverweis durch Doppel-Gelb für Alexis zu erwähnen. Cosmin Contra, der Trainer der „Azulones“, war von der Aktion seines Akteurs nur mässig begeistert: „Alexis hat sich im Prinzip selbst vom Platz gestellt. Ein unnötiges Foul an der Seitenlinie, als überhaupt keine Gefahr bestand. Spieler mit einer derartigen Einstellung helfen uns im Moment nicht weiter“.

Die 200 Mitgereisten Schlachtenbummler hatten an diesem Nachmittag die Stimmhoheit im Ciutat, da der Fan-Block der Gastgeber leer blieb. Der Grund war das, als ungerecht empfundene, Verhalten der Polizei beim Gastspiel in Villarreal. Im Laufe der Saison war das Verhalten dieser Fangruppe von der Policia Nacional immer als vorbildlich dargestellt worden, doch bei besagtem Match kam es zu verbalen Duellen am Eingang. Im Zuge dieses Disputes wurden vier Abhänger aus dem Madrigal verwiesen. Es sollte noch ein Fúnfter folgen, der in der zweiten Hälfte aus Frust nach einer vergebenen Chanche mit der Faust auf einen Sitz trommelte, ohne diesen zu beschädigen.

Durch diesen Stimmungsentzug schossen sich die „Levante-Fans“ aber selbst in den Fuss, wie ein spanisches Sprichwort besagt, da dem Team die Unterstützung fehlte, um den Dreier zu verbuchen. Der Verbleib in der Primera División scheint praktisch gesichert und so kann jetzt Manolo Salvador schon vier Wochen vor Toreschluss mit den Personalentscheidungen beginnen, die jeden Sommer anstehen.

Tore:
Fehlanzeige

Verwarnungen:
Juanfran (19′)
Simao (39′)
Xumetra (52′)
Barral (66′)

Alexis (26′)
Sarabia (50′)
Escudero (55′)
Alexis (80′) (Gelb-rot)

Schiedsrichter:
Teixeira Vitienes, Fernando (Comité Cántabro)

Quelle der Statistiken:http://actas.rfef.es/actas/RFEF_CmpPartido?cod_primaria=1000144&CodActa=23415

Real Sociedad – R.C.D. Espanyol 2:1 (1:1)
Anoeta, 19.4.2014, 20h
Zuschauer: 20382

Im letzten Samstag-Match besiegte die Real die „Pericos“ aus Barcelona durch einen Last-Minute-Treffer des Mexikaners Carlos Vela. Damit sichern sich die „Txuri-Urdin“ fast die Beteiligung an einem internationalen Wettbewerb.

Die Gäste gingen zwar durch J. Córdoba in Front, doch die Mannen von Jagoba Arrasate, der unter der Woche verlängerte, glichen nach einer guten halben Stunde durch Sergío Canales aus.

Viel mehr aufregendes passierte nicht, bis, der seit Wochen grossartig aufgelegte, Vela durch eine Einzelleistung dem Heimsieg kurz vor dem Abpfiff sicherstellte.

Tore:
0-1 J. Cordoba (24′)
1-1 Canales (31′)
2-1 Vela (89′)

Verwarnungen:
Pardo (89′)

Victor (38′)

Schiedsrichter:
Velasco Carballo, Carlos (Comité Madrileño)

Quelle der Statistiken:http://actas.rfef.es/actas/RFEF_CmpPartido?cod_primaria=1000144&CodActa=23420

U.D. Almería – R.C. Celta de Vigo 2:4 (1:1)
Estadio de los Juegos del Mediterráneo, 20.4.2014, 12h
Zuschauer: 12 000

Im, wahrscheinlich nur im Fernen Osten beliebten, High-Noon-Match gelang Celta mit einem verdienten 2:4-Auswärtstriumph der schon fast entscheidende Befreiungsschlag im Hinblick auf den Klassenerhalt. Die von Luis Enrique, der auch von den Medien als kommenden Barça-Coach ins Gespräch gebracht wurde, superoffensiv eingestellten Galizier überrollten im zweiten Durchgang die Andalusier, die weiterhin auf einem Abstiegsplatz stehen. Erneut war der Chilene Orellana der beste Mann seiner Elf und steuerte auch ein Tor zum Erfolg bei.

Tore:
0-1 Nolito (19′)
1-1 Rodri (40′)
1-2 Charles (51′)
1-3 Nolito (71′)
1-4 Orellana (75′)
2-4 Oscar Díaz (87′)

Verwarnungen:
Verza (11′)
Mane (41′)
Rodri (67′)
Tébar (71′)
Oscar Díaz (85′)

Schiedsrichter:
Muñiz Fernández, César (Comité Asturiano)

Quelle der Statistiken:http://actas.rfef.es/actas/RFEF_CmpPartido?cod_primaria=1000144&CodActa=23421

Rayo Vallecano de Madrid – Real Betis Balompié 3:1 (2:0)
Estadio de Vallecas Teresa Rivero, 20.4.2014, 17h
Zuschauer: 11.954

Der „Via Crucis“ von Betis setzte sich auch am Ostersonntag in Vallecas fort. Wie schon so häufig in dieser Saison lagen die Nerven der Béticos blank und der Gegner wurde zum Tore schiessen eingeladen. Rein rechnerisch besteht noch die Möglichkeit sich im kommenden Jahr mit den Besten zu nessen, doch dazu bedarf es wohl eines biblischen Wunders. Der spanische Meister von 1935 könnte aber genausogut bereits vor dem Anpfiff des eigenen Matches am nächsten Samstag gegen die Real Sociedad abgestiegen sein,wenn zuvor Getafe daheim Málaga in die Knie zwingen kann.

Der Pechvogel der Grün-Weisen aus dem Stadtteil Heliopolis hiess diesmal Paulao. In der 14. Minute legte er zu lässig auf Adán zurück und Rochina brauchte nur noch einzuschieben.Nur zwölf Minuten später trug er sich dann auch selbst in die Torschützenliste ein, allerdings fälschte er eine Flanke von Arbilla unhaltbar für den eigenen Schlussmann ab. Danach musste er von eigenen Mitspieler, wie auch vom Rayista Trashorras nicht nur physisch aufgerichtet werden.

Im Anschluss folgte eine Szene, die eigentlich nur von entnervten Goalies im Eishockey bekannt ist: Paulao verlangte viermal seine eigene Auswechslung. In der 32. Minute wurde er dann „erlöst“.

Rayo liess sich auch im zweiten Durchgang nicht die Butter vom Brot neben und der argentinische Torjäger der Hausherren, Larrivey, schloss eine unübersichtliche Aktion mit seinem neunten Saisontor zum mehr als vorentscheidenden 3:0 ab.

Rayo hat 20 der letzten 27 ausgespielten Zähler auf dem eigenen Konto verbuchen können. Nun scheint der Klassenerhalt unter Dach und Fach zu sein und so feierten auch Spieler, Trainer und Fans nach dem Schlusspfiff.

Der Anschlusstreffer von Chica (79.) war dann bestensfalls noch Ergebniskosmetik.

Quelle der Statistiken: http://actas.rfef.es/actas/RFEF_CmpPartido?cod_primaria=1000144&CodActa=23419

Sevilla F.C. – Granada C.F. 4:0 (1:0)
Ramón Sánchez Pizjuán, 20.4.2014, 19h
Zuschauer: 29 000

Sevilla konnte auf Kosten schwacher Gäste, die die ersten beiden Treffer im Prinzip schenkten, Moral für das EL-Halbfinale am kommenden Donnerstag gegen den Valencia C.F. tanken.

Der Argentinier Mainz besorgte per Eigentor die Führung der Sevillanos in diesem andalusischen Vergleich. Auf Seiten von Granada machte sich das Fehlen von Stammspielern wie Murillo und Fran Rico äusserst negativ bemerkbar.

Im zweiten Durchgang kamen die Gastgeber mit noch mehr Schwung auf den Rasen zurück und „liquidierten“ die Granadinos bis zum Äquator der zweiten Hälfte v.a. durch die Durchschlagskraft ihrer Angreifer. Der von PSG gekommene Kevin Gameiro erzielte hierbei seinen 20. Treffer in allen Wettbewerben.

Die Mannen von Unai Emery, der mittelerweile unumstritten am Nervión arbeiten kann, setzten ihre grossartige zweite Halbserie fort und hielten den Kampf um Platz 4 eine weitere Woche offen…und die nächste Haltestelle für Sevilla heisst „San Mamés“.

Tore:
1-0 Mainz (13′) (ET)
2-0 Gameiro (50′)
3-0 Stephane Mbia (57′)
4-0 Victor Machin (67′)

Verwarnungen:
D.Carrico (10′)
F. Navarro (79′)

Schiedsrichter:
Teixeira Vitienes, José Antonio (Comité Cántabro)

Quelle der Statistiken:http://actas.rfef.es/actas/RFEF_CmpPartido?cod_primaria=1000144&CodActa=23418

F.C. Barcelona – Athletic Club 2:1 (0:0)
Camp Nou, 20.4.2014, 21h
Zuschauer: 57.090

Das Spitzenspiel dieser Runde sollte zugleich auch eine Zerreissprobe für den FC Barcelona werden. Wie die galizische Tageszeitung La Voz de Galicia am Sonnabend vermeldete, sollen einige der „Fans“, die die Barça-Spieler nach der Rückkehr vom Pokalfinale in Valencia, am Flughafen ausbuhten und beleidigten „Agent provocateurs“ gewesen sein. Angeblich sollen diese von einer in Madrid erscheinenden Sportzeitung „angeheuert“ worden sein.

Aber selbst, wenn dies war wäre, muss die derzeitige Spiel- und Ergebniskrise anders erklärt und v.a. gelösst werden.

In den „sozialen Netzwerken“ wurde eine Protestaktion angekündigt, aber nicht vollzogen: In der 10. Minute sollte Messi gefeiert werden und in der 11. der Rücktritt des Vorstandes und Neuwahlen zur Präsidentschaft gefordert werden.

Mit dem Athletic Club präsentierte sich ein ernsthafter Anwärter für die CL im erneut schwach besuchten Camp Nou. Auch der Name Ernesto Valverde ist in den Tertulien um eine mögliche Martino-Nachfolge gefallen. Und der „Txingurri“ (bask. „Ameise“) hatte als Trainer in vier von fünf Visiten in Barcelona gepunktet.

Das Spiel begann aus Sicht der Katalanen zerfahren, aber die Elf wirkte deutlich engagierter und spielfreudiger als zuletzt. Das Mindeste also, was ein Zuschauer oder Fan erwarten darf. Doch die „Leones“ standen sehr gut und bewiesen erneut, das ihre derzeitige Plazierung kein Zufallsprodukt ist.

Barça kam zu ersten Chancen, doch das Tor von Gorka Iraizoz schien wie vernagelt. Oder andersrum, die Offensive der „Blaugrana“ liess gleich serienweise, allen voran Alexis, der die unmöglichen Dinger macht, aber die Einfachen liegen lässt, klarste Gelegenheiten aus.

Mitte der ersten Halbzeit (30.Minute) die beste Chance für die Vizcainos durch Aduriz, der mit einem Fallrückzieher nur den Pfosten traf. Den Nachschuss von Markel Susaeta konnte Pinto zur Ecke ablenken.

Kurz vor der Pause Aufregung nach einem Zusammenstoss zwischen Aduriz und Mascherano im Barça-Strafraum. Das war aber zu wenig um Elfmeter zu pfeifen.

Nachdem in der 48. Minute ein Messi-Freisstoss weit über das Gästetor flog, schlug der Goalgetter Aduriz (16. Saisontreffer) mit einem trockenen Schuss aus der Drehung von der Strafraumgrenze zu. Das Publikum begann zu pfeifen und zu murren, anstatt die eigene Mannschaft zu unterstützen.

Wenig später traf auch Susaeta, doch dem Treffer wurde die Anerkennung wegen Abseits versagt. Das änderte jedoch nichts an dem Eindruck, dass die Hintermannschaft der Katalenen erneut nicht gut sortiert war. In den letzten dreieinhalb Matches hatten die „Cule“ nur ein Tor erzielt und zwar durch Batra nach einem Eckball. Nicht die grösste Spezialität des amtierenden Meisters.

Barça versuchte über den Kampf ins Spiel zu finden und arbeitete weiter nach vorne. Ein Pedro-Schuss war der Prolog zu zwei höchst gefährlichen Gästeaktionen durch einen Aduriz-Fernschuss an die Latte und einem durch Munain und Susaeta gut gefahrenen Konter, der seinen Ausgangspunkt in einem Ballverlust von Dani Alves im Strafraum der Basken hatte. Hier wäre fast die Vorentscheidung gefallen.

Während Messi und Iniesta die totale Unterstüzung von den Rängen erhielten, gab es Pfiffe gegen Alves, Cesc ( bei dessen Einwechslung für Xavi Hernández) und den Übungsleiter Martino.

Dann die 72. Spielminute. In seiner besten Aktion im gesamten Match setzte sich Dani Alves auf rechts durch, drang in den Strafraum ein und sein Zuspiel wurde von Alexis nicht richtig getroffen, doch Pedro war im Fünf-m-Raum zur Stelle und markierte den Ausgleich.

Barça witterte Morgenluft und nutzte die Gunst der Stunde. Nur zwei Zeigerumdrehungen später foulte De Marcos Leo Messi bei einem seiner bekannten Slalomläufe kurz vor dem 16-m-Raum. Messi trat den Freistoss selbst. Ein Schuss auf Kniehöhe, den Iraizoz vielleicht erst sehr spät sah und urplötzlich hiess es 2:1.

Valverde riskierte alles und brachte in den Schlussminuten mit Beñat für Iturraspe und Torquero für Susaeta frische Offensivkräfte. Athletic wollte den Ausgleich und eröffnete so Barça zwei Kontergelegenheiten, die beide durch Eigensinn und einen schlechten letzten Pass verpufften.

In der Nachspielzeit rettete dann noch der ansonsten mässig aufspielende Javier Mascherano auf der Linie einen Schuss von Mikel Rico, der völlig frei aus gut 6-7 m sein Glück versuchen durfte. Dann war Schluss und Barça erhielt sich immerhin noch eine kleine Chance auf den Titel.

Tore:
0-1 Aduriz (49′)
1-1 Pedro (71′)
2-1 Messi (74′)

Verwarnungen:
Bartra (21′)
Pedro (79′)

Iturraspe (6′)
Ander Herrera (71′)
Oscar De Marcos (73′)

Schiedsrichter:
Martínez Munuera, Juan (Comité Valenciano)

Quelle der Statistiken:http://actas.rfef.es/actas/RFEF_CmpPartido?cod_primaria=1000144&CodActa=23417

Málaga C.F. – Villarreal C.F
La Rosaleda, 21.4.2014, 22h
Zuschauer:15.789 (Das Spiel wurde auch im Free-TV übertragen)

Interview mit Bernd Schuster, der den gepflegten Ball des Aufsteigers schätzt und deren Leistung als Aufsteiger hervorhebt.

Eines der vielen „Endspiele“ um den Klassenerhalt. Bernd Schuster, der sich noch vor einigen Wochen keiner grossen Beliebtheit bei den Ultras der Frente Boquerón erfreute, gelang es sein Team vor dem heutigen Match gegen Villarreal aus dem gröbsten Schlamassel zu befreien und konnte mit einem 3-er die Weichen in Richtung einer ruhigen Zukunft stellen. Der Augsburger konnte heute auch wieder auf seinen gefährlichen Passgeber und Torschützen, den portugiesischen Mittelfeldspieler und Kapitän Duda, zurückgreifen, der eine vier Spiele Sperre absitzen musste.

Bei den Gästen aus Villarreal hatten die Verantwortlichen noch eine internationale Teilnahme im Visier. Auch hier kehrte mit dem Mexikaner Giovani Dos Santos ein Stammspieler nach Verletzung ins Aufgebot von Marcelino zurück.

Die Gastgeber legten los wie die Feuerwehr und spielten ein sehr agressives Forechecking. Und bereits nach sechs Minuten schlug es dann auch ein. Samuel schickte Roque Santa Cruz und der Paraguayo liess seinen Gegenspieler aussteigen und schlenzte die Kugel ins lange Eck.

Speziell in den ersten 20 Spielminuten „rochen“ die Mánner von Marcelino den Ball nicht einmal. Keine drei Pässe hintereinander gelangen den „Groguets“ (val. Gelben).

Wiederum Santa Cruz und der Marokkaner Amrabat hatten weitere gute Einschussgelegenheiten. Duda, der alle Standarts ausführte, wäre fast das Kinststück eines direkt verwandelten Eckballes gelungen.

Wenn Villarreal nach vorne kam, stand Perbet im Abseits. Nach etwas mehr als einer halben beordete der Ex-Sevilla-Coach dann Giovani zum Aufwärmen.

So stand es zur Halbzeit aus Sicht der Gäste nur 1:0, aber es blieb abzuwarten, wie lange die „Malagüenos“ dieses hohe Tempo gehen konnten.

Nach der Pause folgte der erwartete Wechsel: „Gio“ für Trigüeros. Aber die erste Chance, nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff, hatte Duda, der aus der eigenen Hälfte abzog und Asenjo zu einer Flugeinlage zwang.

Nach 52 Minuten setzte sich der von Galatasaray ausgeliehene Amrabat auf links durch, verzögerte geschickt bis am 11-m-Punkt Darder auftauchte und mit dem Innenrist vollstreckte. Der erlösende 2:0 für Málaga.

Danach kontrolierten die Hausherren weiterhin das Spiel, bis Amrabat das Match für die Seinigen verkomplizierte. Der in der Winterpause gekommene Marokkaner verlor einen Zweikampf und als
Alvarez Izquierdo auf Einwurf statt auf Freistoss entschied, zeigte er dem Schiri an, sich doch vor dem Spiel eine Sehhilfe aufzusetzen. Das hatte den Spielausschluss, des bisher besten Akteurs auf dem Platz, zur Folge.

Villarreal konnte aber auch dies numerische Überlegenheit nicht ummünzen und so blieb es beim verdienten Erfolg für die Mannschaft von Schuster an einem regnerischen Abend an der Costa del Sol.

Die auffälligsten Spieler bei den Gästen waren Musacchio, der gefühlt mehr Zweikämpfe gewann, als der Rest seiner Kollegen zusammen, und der Atlético-Nachwuchsstar Oliver Torres, der ebenfalls im Winter ausgeliehen werden konnte.

Tore:
1-0 Santa Cruz (6′)
2-0 S. Darder (53′)

Verwarnungen:
Samuel (43′)
Flavio (64′)
Camacho (70′)

Aquino (15′)
Musacchio (47′)
Tomas (70′)

Platzverweis:
Amrabat (73′)

Schiedsrichter: Alvarez Izquierdo, Alfonso J. (Comité Catalán)

Quelle der Statistiken:http://actas.rfef.es/actas/RFEF_CmpPartido?cod_primaria=1000144&CodActa=23416

Y-T-Video wird nachgereicht
http://forum.rojadirecta.es/showthread.php?219371

Das Spiel Real Madrid gegen Real Valladolid ist wegen der CL-Halbfinalteilnahme der „Blancos“ auf den 7.5. verlegt worden.

The day after – Eine Nachbetrachtung zum Finale der Copa del Rey zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid CF

Nach dem verdienten Sieg am Mittwoch von Madrid gegen den grossen Widersacher aus Barcelona, herrscht in der Hauptstadt grosse Euphorie. Der Gewinn der Copa sei Balsam nach den schwankenden Ergebnissen und Leistungen der letzten Wochen für Madrid gewesen und gäbe nun Kraft und Vertrauen, um das „Triplete“ zu erringen.

Diesmal ist der Pokal heilgeblieben und Sergio Ramos war in der Mixed Zone sogar zu Spässen zu Mute.

Vor drei Jahren, als Mourinho seinen ersten Titel mit Madrid feiern konnte, sah das noch ein bisschen anders aus. Der funkelnagelneue 15-Kilo-schwere Trophäe schien nach einigen geistigen Getränken mehr zu wiegen.

Die Polemik wegen überharten Attacken etc. beschmutzte heuer nicht das Fussballfest. Auch Dank einer sehr souveränen Leistung des, aus dem Nordwesten der Provinz Valencia stammenden, Ref’s Mateo Lahoz. Seines Zeichens der Lieblingsschiri des heutigen Chelsea-Coaches, der entgegen der Angewohnheiten der meisten spanischen Unparteiischen sehr viel laufen lässt.

Ausschlaggebend für den Erfolg der Madrilenen war neben der eigenen Einstellung von „Carleto“, auch die Kamikaze-Taktik des „Tata“ Martino, dessen Tage in Can Barça gezählt sein dürften.

Immerhin durfte ein neuer Rekord „gefeiert“ werden: Zum ersten Mal in 115 Jahren Vereinsgeschichte verlor Barça drei Spiele hintereinander in drei verschiedenen Wettbewerben.

Die Hauptschuldigen schienen schnell gefunden: Messi, der sich für die WM „schont“ und nur über das Feld trottet, keine Unterstützung von Busquets im Zentrum, sowie des Fehlens eines „echten“ Mittelstürmers und die Rolle von Dani Alves auf der rechten Seite.

https://www.youtube.com/watch?v=5u6mlwyc-mE

Der Brasilianer verteidigte im Prinzip überhaupt nicht und folglich entstanden beide Tore der „Merengues“ auf diesem Flügel nach eben zwei unnötigen Ballverlusten der Nummer 22, der scheinbar mehr Zeit mit Klamauk verbringt als sich auf die Spiele zu konzentrieren. Das folgende „Selfie“ wurde im Hotelzimmer vor dem CL-Rückspiel bei Atlético vor einer Woche aufgenommen.

Die Kommentare und Kolumnen in der katalanischen Presse hatten im wesentlichen den gleichen Tenor: In den letzten Jahren sei das Team zu wenig und zu schlecht verstärkt worden. Es fehlt mind. ein Innenverteidiger und die bereits angesprochene Schwäche in defensiven Mittelfeld wird darauf zurückgeführt, das es nach den Abgängen von Abidal und Yaya Toure keinen adäquaten Ersatz gab.

Verschärft wird die Problematik durch die Transfersperre. Puyol hört auf, Victor Valdés wird nicht verlängern. Mit dem derzeitigen Torwart Pinto sind nur wenige Fans zufrieden.

Bei der Abstimmung zum MVP des Finales wählten die Fersehzuschauer mit einer nahezu real-sozialistischen Mehrheit, in einer für Spanien eher ungewöhnliche Attacke von britischer Ironie, mit 75% Pinto. Der staatliche Sender TVE1 nahm daraufhin den Torsteher von Barça aus der Wertung und ernannte Garreth Bale zum MVP. Demokratie pur.

Dieser Fehlplanung werden der sportlichen Leitung vorgeworfen und die heisst Zubizarreta. Lt. dem Schriftsteller und Kolumnisten Luis Racionero (http://www.mundodeportivo.com/20140411/fc-barcelona/mala-suerte-y-pesima-planificacion_54405703670.html) ein Sportdirektor, der zu seiner aktiven Zeit Torwart war, und es in drei Jahren nicht geschaft hätte, einen Keeper mit Klasse zu finden.

http://multimedia.superdeporte.es/videos/levante/20140414/las-mejores-paradas-keylor-navas-liga-726010.shtml

Jedoch mit dem Ausfall als Langzeitverletzter von Valdés, könnte „Zubi“ den letzten Trumpf aus dem Ärmel ziehen. Nämlich die Verpflichtung eines Torstehers, entweder vereinslos oder einer, der keinen internationalen Transfer vorraussetzt, vor dem 30. Juni 2014. Hierbei fällt immer wieder ein Name: Die grosse Sensation dieser Spielzeit und bester Spieler der Liga BBVA im Monat März 2014, Keylor Navas von Levante UD.

Neben der Harmonie auf dem Rasenrechteck kam es aber auch zu einigen schlimmen Vorfällen im Vorfeld des Spieles. Zum einen in der „Real Madrid Fanzone“ und beim Anmarsch nach Mestalla.

Im Eingang zum Festzelt der „Blancos“ war den ganzen lieben langen Tag eine Hakenkreuzfahne aufgehängt, ohne das die Policia Nacional einschritt. Inzwischen hat ein Abgeordneter der „Esquerra Unida“ („Vereingte Linke“) Strafantrag wegen Verwendung von Symbolen, die zur Gewalt aufrufen, gestellt.

Desweiteren waren Fahnen und Aufkleber mit der Aufschrift „Adolf-Hitler-Crew“ zu sehen. Jeder weitere Kommentar diesbezüglich erscheint überflüssig.

Auf dem Weg zum Stadion raste gegen 20h ein Fahrzeug auf der Av. de Catalunya in eine Gruppe von Barça-Fans. Hierbei wurden fünf Personen, darunter zwei Kinder, verletzt. Augenzeugen berichteten, dass der flüchtige Fahrer ein Madrid-Trikot getragen haben soll.

Ausserdem wurde eine, offenbar entwendete, Fahne mit einer Anspielung auf die Unabhängigkeitsabstimmung, die Katalonien im Herbst anstrebt, gesichtet…..mit homophoben Text:
„Ihr wollt die Unabhängigkeit…..lasst es euch von hinten besorgen!“

Und ein Einsatz der Policia Nacional wurde durch ein paar Bengalos, die die Grup Fidel zündete, vor den Toren Mestalla’s ausgelöst, aber insgesamt blieb es abgesehen von einzelnen Übergriffen gegen Journalisten und Anhänger von Barça im Toilettentrakt, „ruhig“. Das Pfeifkonzert der Marcha Real, der spanischen Hymne, durch einen Grossteil der Barcelona-Kurve dürfte niemanden richtig überrascht haben.

https://www.facebook.com/photo.php?v=664990243568968&set=vb.381784318556230&type=2&theater

Skandalöse Polizeimassnahme vor der Begegnung R.C.D. Espanyol vs Rayo Vallecano 13.4.2014

Vor der gestrigen Partie wurden willkürlich Fans des RCD Espanyol, mutmassliche Mitglieder der Fangruppe CURVA RCDE (im Video ein Making-Of vom Tifo gegen Barça Ende März d.J.), durch die autonome katalanische Polizei mit einer unglaublichen Massnahme überzogen.

Beim Betreten des Stadions in Cornellà-El Prat wurden Menschen von den Mossos d‘ Esquadra „aufgefordert“ sich quasi einer mobilen ED-Behandlung zu unterziehen.

Nach geschlechtlicher Aufteilung sind sie in den Toilettenanlagen im Stadion durchsucht und fotografiert worden. Teilweise wurde verlangt Kleidungsstücke abzulegen, wahrscheinlich um Tattoos abzulichten.

Der Grund für dieses skandalöse Vorgehen der Polizei waren wahrscheinlich die Zwischenfälle nach dem bereits angesprochenen Derby gegen Barça, das der letztjährige Meister durch einen, von Messi verwandelten, zweifelhaften Elfmeter gewinnen konnte.

Es kam im Stadion nach dem Abpfiff sowie auf den umliegenden Strassen zu Auseinandersetzungen zwischen Espanyol-Fans und der Ordnungsmacht, die hier schon in keinerlei zu rechtfertigende Art und Weise zu Werke ging.

Als Protest gegen diese Verletzung der Grundrechte verliessen sowohl die Mitglieder der CURVA RCDE, als auch mit der PEÑA JUVENIL 1991 ein weiterer Fanclub die Kurve und sorgten dafür, dass die Stimmung auf jeder Beerdigung besser ist, als gestern beim Match der „Pericos“ (kat. Wellensittiche). Auch die Offiziellen des Vereins lehnen den Einsatz ab.

In den einschlägigen Foren wird von den Espanyol-Fans der neue Sicherheitschef des Vereins, Pedro Tomás Boticario, der vorher eben für den Ortsrivalen arbeitete.