Pape Diop ist nicht Dani Alves oder auf die Kleinen zu schlagen, ist immer noch einfacher

Die laufende Spielzeit in der Primera División ist so spannend an der Spitze, wie seit 2007 nicht mehr. Damals entschied ein Treffer zum 2:2-Endstand von Raúl Tamudo, der sog. „Tamudazo“, im Camp Nou am letzten Spieltag die Meisterschaft zugunsten von Madrid.

Am vergangenem Sonnabend sorgte ein Tor von Lafita für die abstiegsbedrohten Gäste in der Nachspielzeit für ein identisches Resultat wie vor sieben Jahren, nur war es diemal nicht die letzte Runde. Dennoch wurde in Barcelona dieser Punktverlust als entscheidendes Aus im Titelrennen gewertet.

Das Match des Tabellenführers Atlético im Ciutat de València bei Levante hatte bereits am Freitag für Polemik gesorgt, als Rubén García, in einem Anfall von jugendlichem Leichtsinn, nachdem ihn die Reporterin mehrmals auf Prämien von Dritten angesprochen hatte, ins Fettnäppchen trat und sagte, dass es natürlich nicht schlecht wäre von irgendwoher ein Zubrot zu bekommen.

In solchen Fällen wird von den „Maletines“ in Spanien gesprochen, den Geldköfferchen. Allgemein ist diese Praxis auf der Iberischen Halbinsel bekannt und wird nicht „geächtet“, da es sich um eine Art Animation für Teams handelt, die ihr Saisonziel bereits erreicht haben und zusätzliche motiviert werden sollen.

Tebas, der Präsident des Verbandes, zwischerte am selben Nachmittag, dass Rubén ,und jeder andere vorsichtig sein sollte, weil die Annahme derartiger Präsente verboten sei. Aber es gibt eben keinen Paragraphen, der diese Drohung untermauert.

Caparrós nahm auf der abschliessenden Pressekonferenz seinen Spieler in Schutz und wies darauf hin, dass „er (Rubén) erst einen halben Augenblick in der Primera spielt und die Praxis der „Maletines“ seit 60 Jahren existiere!“.

Promovideo: Keylor Navas vs. Pablo Andujar (Nr. 37 in der Weltrangliste der ATP)

Ausserdem sprach die Statistik nicht gerade für die „Colchoneros“, die seit dem Wiederaufstieg der „Granota“ erst einen Zähler aus Orriols entführen konnten.

Und diese Serie sollte halten: Erst erzielte Felipe Luis ein Eigentor und im zweiten Durchgang erhöhte David Barral bei einem Konter zum 2:0-Endstand für die Gastgeber. Hinten hielt, wie üblich, Keylor Navas alles, was auf sein Gehäuse zugeflogen kam. Nicht Umsonst steht der Keeper aus Costa Rica seit Wochen an der Spitze der Torhüter in Spanien. Er bekommt die meisten Bälle auf’s Tor und verzeichnet dabei genauso die meisten Saves.

Urplötzlich war die Liga durch diese unerwartete Niederlage der Simeone-Schützlinge, der seit Donnerstag warnte und das Spiel gegen Levante zur absoluten Priorität erklärte, wieder offen.

Atlético brachte, wie schon vor Wochenfrist in Mestalla, viele tausende Anhänger mit an die Turia. Im Laufe des Spieles kam es immer wieder aus dr Atlético-Kurve zu „Affengeräuschen“, wenn ein schwarzer Spieler von Levante den Ball hatte. In der letzten Aktion der Begegnung sollte es Ecke für Levante geben und Pape Diop wollte diese ausführen. Der Schiri pfiff jedoch ab und Diop „nutzte“ seine Präsenz, um eben einen „Affentanz“ aufzuführen.

Vor allem von Madrider Medien wurde der Senegalese als Provokateur dargestellt. Es wurde die permanente, erbärmliche rassistische Haltung nicht weniger „Fans“ von Atlético vollkommen unter den Tisch gekehrt. Der Schiri machte es sich auch mit dem Abpfiff leicht, da er sonst das Match solange hätte unterbrechen müssen, bis die Verantwortlichen gefasst worden wären. Diego Costa, der einiges an Beleidigungen in letzter Zeit gewohnt ist, versuchte ohne Erfolg die Ultras zu „bändigen“.

Im Abendspiel verpasste dann auch Real Madrid mit einem Erfolg über Valencia aufzuschliessen. Cristiano Ronaldo rettete den „Blancos“ in der Nachspielzeit immerhin einen, zwischenzeitlich fast undenkbaren, Punktgewinn an der Castellana.

Trotz dieses fantastischen Tores sieht es für Madrid nicht gut aus, da sie gegenüber dem Stadtrivalen, als auch Barça, den direkten Vergleich verloren haben, der ja bekanntlich in erster Instanz entscheidet. Aber was ist im Fussball schon „unmöglich“???

Zum Abschluss noch eine skurile Szene aus dritthöchsten französischen Liga. Im Spiel zwischen Gazelec Ajaccio-Red Star FC 93 verspeiste der 21-jährige Senegalese Famara Diedhiou eine gelbe Tropenfrucht und erhielt dafür eine Karte in der selben Farbe gezeigt.
Merkwürdig, nicht wahr?????????

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