Der „moderne Fussball“ ist in Eibar immer noch so bekannt, wie die Namen der Jupiter-Monde, aber trotzdem präsent!!!!

Wie bereits hier vor Kurzem berichtet, steht die SD Eibar nicht nur vor dem erstmaligen Aufstieg in die Primera División, sondern verfügt über gesunde wirtschaftliche Verhältnisse und daher müsste es wie ein Treppenwitz anmuten, dass der Verein gegen den Abstieg in die Seg. Div. B. kämpft. Auf institutioneller Ebene!!!

Das Problem der Basken heisst „Real Decreto 1251/1999“. Dieser Artikel ist die Vorraussetzung, um am Profispielbetrieb teilzunehmen. Diese Regelung für „Sociedades Anónimas Deportivas (SAD; dt Sportaktiengesellschaften) verlangt nun von den „Armeros“, deren Spitzname auf die Rolle als Waffenschmiede für die Sp. Republik während des Bürgerkrieges gegen Franco zurückzuführen ist, bis zum 6.8.2014 eine Kapitalerhöhung von 1,7 Mill. € vorzunehmen.

Sportlich fehlen Eibar noch fünf Punkte aus drei Spielen, um direkt in die Eliteklasse aufzusteigen. Unter Umständen könnte dies auch bereits am kommenden Wochenende gegen das abstiegsbedrohte Hauptstadtteam aus Gasteiz (sp.Vitoria), Deportivo Alavés, durch einen simplen Sieg gelingen.

Nicht nur aus diesem Grund startete der Präsident Álex Aranzába eine Kampagne mit dem Ziel 34.486 Aktien zu einem Nennwert von 50 € an die Fans zu bringen. Die restlichen zehn € pro Aktie würde der Verein aus seinen Reserven beisteuern.

Die wirtschaftliche Unabhängigkeit stand (und steht) bei Eibar im Vordergrund. Die denkbare Option, diese geforderte Kapitalaufstockung durch Fremdleistungen oder, möglicherweise, windiger Investoren beizukommen, wurde vom Vorstand kategorisch abgelehnt. Das Limit für individuelle Einlagen wurde kürzlich auf maximal 100 000 € pro Person limitiert.

Diesem Aufruf schlossen sich schon viele bekannte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die sich mit dem Klub verbunden fühlen, wie u.a. der Bürgermeister von Donostia (sp.San Sebastián), Odón Elorza, oder die aktuellen Profis von Real Madrid C.F., Xabi Alonso y Asier Illarramendi, an.

Der Ex-Spieler von Atlético de Madrid und Eibar, José Eulogio Gárate, kommentierte diese Situation noch ein wenig harrscher, als er sagte, dass „diese Regelung im Falle von Eibar überhaupt keinen erkennbaren Sinn macht, wenn man betrachtet, wie der Verein sportlich und finanziell strukturiert ist. Jährlich wird ein Gewinn ausgewiesen und das kann so gut wie kein Verein im bezahlten Fussball in Spanien von sich behaupten.“

Dies sei ein absolut lächerlicher Zustand, doch hegt Gárate keine Zweifel, dass das Unternehmen, sowie der Aufstieg in die Primera División gelingen werde.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.