Der Aufstiegskampf in den jeweiligen Kategorien geht in die entscheidende Phase

Nach der SD Eibar, von der noch die Rede sein wird, schaffte am vergangenen Samstag auch der letztjährige Absteiger Deportivo A Coruña den Sprung in die Eliteklasse.

Ein einfacher 1:0-Heimerfolg über Real Jaén entfesselte die Euphorie bei den Galiziern, die v.a. in den 90-er Jahren als „Super-Depor“ bekannt wurden.

Der Mann, der dieses Team schuf, Augusto César Lendoiro, trat am 21.1.2014 nach 25 Jahren an der Spitze des Klubs‘ ab. Er übernahm in diesen fernen Tagen einen Verein, als er kurz vor dem Abstieg in die Seg. B stand.

In den folgenden Jahren gelang Lendoiro ein Transfercoup nach dem anderen. Djaminha, Rivaldo etc..Dabei profitierte er von den aus dem Mittelalter stammenden guten Verbindungen nach Südamerika.

So gelang im der Saison 1999/2000 der bisher einzige Ligatitel, nach dem Elfmeterdesaster 1993/94, als Djukic kurz vor Schluss vergab und Barça die Meisterschaft quasi „schenkte“.

Gegen Ende der 90-er erfand Lendoiro auch das Geschäftsmodell der „Fussballleiharbeiter“. In den ersten Trainingstagen zählten damals bis zu 39 Akteure zum Kader, für die nach und nach entweder eine Ausleihe oder ein Transfer angebahnt und vollzogen worden. Da hat sich doch jemand in Udine mehr als eine Scheibe von dieser „Idee“ abgeschnitten.

Bereits vor Wochenfrist war bie hier schon ausführlich berichtet, stiegen die „Mini-Etat“-Basken aus Eibar, als nunmehr 60. Team in der Geschichte, in die Primera División auf. Das Crowdfounding zur Kapitalerweiterung macht auch Fortschritte: Zu dieser Stunde (4.6.2014, 21h MESZ) sind immerhin schon 1 172 050 € zusammengekommen. Noch weitere 63 Tage können die Anteile zu 50 €, die restlichen zehn Euronen schiesst der Verein aus seinem Ersparten dazu, erworben werden. (http://defiendealeibar.com/)

Dies könnte v.a. für Hopper interessant sein, da normalerweise es leichter ist als Mitglied oder „Aktionär“ an Eintrittakarten zu gelangen, denn zumindest im ersten Jahr soll und kann noch in Ipurua gespielt werden, da nur ein Fassungsvermögen von 6 000 Zuschauern gefordert ist. Dies soll notfalls durch die Errichtung von Zusatztribünen gestemmt werden.

Eibar stieg mit dem kleinsten Budget aller 22 Vereine der Seg. A. auf. Vom Gesamtetat von rd. 3,9 Mill. € entfielen 2,4 Mill. für die Gehälter der Kampfmannschaft, der vier Vereinsbediensteten und den notwendigen Ausgaben fur Stromkosten und Ground-Keeping.

Sehr sparsam! So gestalteten die cleveren Basken auch ihre Aufstiegsfeier. Nachdem Barça jegliche Titelchancen für diese Saison verspielte und auch keine „Super-Copa“ bestreitet, lagen in Barcelona tonnenweise Säcke mit blau-granatrotem Konfetti. Dieses wurde dann zu Dumpingpreisen an den Deva „transferiert“.

Am kommenden Wochenende, genauer gesagt am Sonnabend ab 18h 30, geht es für nicht weniger als 14 Mannschaften am letzten Spieltag um die Wurst!

Sechs Teams versuchen die Play-Offs um den letzten verbleibenden Platz in der Primera zu erreichen.

Am besten ist die Ausgangssituation für Real Murcia (63 Pkt.). Ihnen genügt ein Erfolg über die immer noch abstiegsbedrohte Zweite von Real Madrid, R.M. Castilla. Allerdings könnten die „Pimentoneros“ auch dieses Ziel verpassen, sollte nur ein Remis rausspringen und zeitgleich Sporting, Las Palmas, Córdoba sowie Recre ihre Matches siegreich beenden.

Auch die Insulaner von Las Palmas (60 Pkt.) haben es selbst in der Hand und müssen „nur“ gegen die Ponteferradina gewinnen. Ein Unentschieden würde auch reichen, falls es Córdoba nicht gelänge gegen Sadadell zu obsiegen.

Die Aussichten der Andalusier aus Córdoba sind eher nur noch theoretisch vorhanden, da sie einen Sieg und eine Kombination aus den weiteren Begegnungen benötigen, um im Falle einer vierfachen Punktgleichhheit mittels einer „Mini-Liga“ in die Relegation einzuziehen.

Ähnliche Chancen besitzen auf Recre (60 Pkt.) und Sabadell (58 Pkt.).

DIE LAGE AM ABGRUND

Die 729 verschiedenen Möglichkeiten um aus acht Kandidaten drei Absteiger zu ermitteln, lediglich Hércules ist zu diesem Zeitpunkt bereits abgestiegen, erfordern die Fähigkeiten eines Sudoku-Experten.

Nur Alavés und Real Jaén sind ein bisschen besser gestellt, da beide Vereine am 42.Spieltag direkt aufeinandertreffen, jedoch selbst im Erfolgsfalle von den anderen Ergebnissen abhängig sein werden.

AUFSTIEG ZUR SEGUNDA DIVISIÓN A – 2. Runde; Hinspiele, 8.6.2014

Sestao River Club – Gimnàstic de Tarragona 7.6., 21h, Est. Mpal. Las Llanas

UE Llagostera – Real Avilés 19h, Campo Municipal

CD Leganés SAD – Lleida Esportiu 12h, Est. Mpal. de Butarque

CE L’Hospitalet – La Hoya Lorca CF 12h, Mpal. Feixa Llarga

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