Die Hymnen der Teams der Primera División mit der jeweiligen Geschichte dazu (Teil 2 )

Während in Deutschland Vereinshymnen weitesgehend erst neuerem Datums (und mitunter auch von zweifelhafter Qualität und Aussagekraft) sind, begleiten sie auf der iberischen Halbinsel fast seit jeher den Stadionbesuch.

Hier folgt nun eine Vorstellung der jeweiligen Hymnen, mit Übersetzung und einer kurzen Vorstellung bzw. Einordnung in den historischen Kontext im Stile der bekannten Melodie: “Wer, wie, was, der, die, das, wieso, weshalb, warum….???”.

Bei der Übersetzung kann es sein, dass, zumindest einige, Fragmente sich ein wenig „hölzern“ anhören, aber den Pathos aus einer Hymne zu filtern, ist nicht nur immer machbar, sondern es leidet zudem die Authenzität.

Aus technischen Gründen findet dies in der Reihenfolge der letztjährigen Abschlusstabelle statt. Die Hymnen der ersten Drei in der Tabelle sind in Teil 1 zu finden.

4. Athletic Club

Auch in Bilbao gab es vor dem heutigen Vereinslied anderes Gesangsgut, das als Hymne benutzt wurde/bekannt war. Mehr als ein Schlachtruf war „Alirón, alirón, el Athletic campeón“ in den 30-er Jahren in die Geschichte eingegangen. Einem Lied von 1913 wurde ein eigener Refrain aufgelegt. „Alirón“ ist der Begriff zum Feiern des entscheidenden, d.h. in dem die Meisterschaft errungen wird, Sieges.

Um 1950 wurde dann ein Lied der „Los Cinco Bilbainos“ populär.

Bis zu dieser neuesten Version, die 1983 aufgenommen wurde, ist eine Abwendung von Spanien und den freiheitlichen baskischen Traditionen, durch die Einbeziehung des „Baumes von Gernika“, wo der jeweilige baskische Ministerpräsident seinen Amtseid ablegen muss, festzustellen.

Athletic, Athletic, Athletic eup!
Athletic, gorri ta zuria
danontzat zara zu geuria
Erritik sortu ziñalako
maite zaitu erriak

Gaztedi gorri-zuria
zelai orlegian
Euskalerriaren erakusgarria.
Zabaldu daigun guztiok
Irrintzi alaia:
Athletic, Athletic
zu zara nagusia
Altza Gaztiak

Athletic, Athletic,
gogoaren Indarra.
Aritz zarraren enborrak
loratu dau orbel barria.

Aupa mutilak!
aurrera gure gaztiak!
Bilbo ta Bizkai guztia
goratu bedi munduan
Aupa mutilak!
gora beti Euskalerria!
Athletic gorri-zuria
geuria.

Bilbo ta Bizkai guztiak gora!
Euskaldun zintzoak aurrera!

Athletic, Athletic, eup
Athletic, rot und weiss,
uns allen stehst du nah,
weil du aus dem (o. durch das Volk) geboren wurdest (und)
das Volk liebt dich.

Die rot-weisse Jugend
auf dem grünen Feld
(ist) ein Beispiel für (das ganze) Land.
Lasst uns jubelnd unseren (Kampfruf) Schrei verbreiten:
Athletic, Athletic,
du bist der Beste (wörtl.: Du bist der Chef)

Athletic, Athletic, du gibst uns die Kraft (gemeint: im Geiste),
der Stamm der alten Eiche (der bereits erwähnte „Stammesbaum“ von Gernika)
hat neue Sprossen getrieben.

Auf geht’s, Jungens,
voran, unsere Jugend,
Bilbao und die ganze Bizkaia
sollen in aller Welt gepriesen werden.
Auf geht’s, Jungens,
und immer ein Hoch auf unser Land (Euskadi),
Athletic, rot und weiss,
das Unsere.

Auf geht’s, Jungens von Bilbao und (ganz) Bizkaia,
treue Basken, voran!

Und als Tribut der letzten internationalen Auftritte gibt es auch seit 2011 einen Song, der die Rivalen in diesen Wettbewerben zu höhren bekommen: „We’re the Lions“

Eine sehr hübsche Sammlung von und über Athletic gibt es unter dem folgenden Link:

5. Sevilla FC

Die offizielle Vereinshymne der Andalusier, die zu dem erlesenen Kreis derjenigen gehören, die bereits spanischer Meister (1946) werden konnten, stammt ebenfalls von 1983.

Sevilla, Sevilla, Sevilla,
el equipo de la casta y el coraje,

Sevilla, Sevilla, Sevilla,
es un grito rojo y blanco
que empezamos a entonar

Sevilla, Sevilla, Sevilla,
cuando con tus jugadores
sales al Sánchez Pizjuán

Vuelan, vuelan banderas,
y suenan palmas
que nadie podrá imitar,

somos el sevillismo,
que día y noche no
paramos de animar

Sevilla, Sevilla, Sevilla,
es el fútbol hecho
arte y filigrana,

Sevilla, Sevilla, Sevilla,
de la escuela sevillana
creador y valladar,

Sevilla, Sevilla, Sevilla,
nuestro estadio es una feria
cuando vamos a jugar

Vuelan, vuelan banderas,
y suenan palmas
que nadie podrá imitar,

somos el sevillismo,
que día y noche
no paramos de animar

Sevilla, Sevilla, Sevilla, triunfará

Sevilla, Sevilla, Sevilla,
der Verein mit Rasse und Mut, (Leider gibt es keine schönere Übersetzung f. „casta“. Dieses Wort fällt auch häufig im Kontext mit „Corridas“ („Stierkämpfe“) im Bezug auf Stammbäume der Stiere!)

Sevilla, Sevilla, Sevilla,
ein (einziger) rot-weisser Schrei,
den wir anstimmen,

Sevilla, Sevilla, Sevilla,
wenn du mit deinen Spielern
im Sánchez Pizjuán aufläufst,

dann wehen (unsere) Fahnen,
und unser einzigartiges Geklatsche erklingt,

wir leben den „sevillismo“,
auf das wir weder Nacht noch Tags
aufhören (sie) anzufeuern,

Sevilla, Sevilla, Sevilla,
das ist Fussball,
der aus Kunst und Feinarbeit, gemacht ist,

Sevilla, Sevilla, Sevilla,
aus der Schule Sevilla’s,
(die) zugleich schöpferisch, aber auch ein Hindernis (f. den Gegner) ist,

Sevilla, Sevilla, Sevilla,
in unserem Stadion herrscht immer Festtagslaune (Im Org.: „feria“. Die „Feria de Abril“ ist das grösste kulturell/gesellschaftliche Ereignis der Stadt),
wenn unsere Jungens spielen.

Dann wehen (unsere) Fahnen,
und unser einzigartiges Geklatsche erklingt,

Wir leben den „sevillismo“,
auf das wir weder Nacht noch Tags
aufhören, (sie) anzufeuern,

Sevilla, Sevilla, Sevilla, wird siegen…

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