Copa del Rey; Viertelfinale; Rückspiele in einer bewegten Woche

Momentan ist an vielen Orten im spanischen Fussball eine hohe Aktivität in den Vorstandsetagen festzustellen. Das liegt nicht ausschliesslich an den letzten Tagen der Winterwechselfrist.

Ob in Barcelona nach dem Rücktritt von Sandro Rosell als Präsident des amtierenden Meisters. Das Ausscheiden aus dem Amt lag aber offensichtlich nicht nur am Strafantrag wegen Unregelmässigkeiten im Neymar Jr.-Transfer durch das Vereinsmitglied Jordi Cases.

Wie bereits berichtet, hängt in Santander der Haussegen, auch nicht erst seit fünf Minuten, schief. Gestern beriefen die Spieler eine Pressekonferenz, eine halbe Stunde vor der offiziellen Vorstellung der Gedenkmarke der spanischen Post zum 100. Vereinsjubiläum durch den Vorstand, auf dem Trainingsgelände ein. In dieser erklärten sie, dass sie zum Match gegen die Real Sociedad am kommenden Donnerstag nicht antreten werden, falls bis dahin der amtierende Vorstand nicht geschlossen zurückgetreten ist und die ausstehende Gehälter gezahlt wurden. Die Akteure haben seit August 2013 keinen müden Cent gesehen. Diese Massnahme wird 100% durch die Fans mitgetragen.

http://www.eldiariomontanes.es/20140128/deportes/racing/clamor-social-contra-lavin-201401281200.html

In Valencia ist die Lage, nach der agressiven Vorstellung des VCF-Präsidenten Salvo Amadeo auf der ausserordentlichen Auktionärsversammlung vergangenen Freitag in Mestalla, nicht weniger angespannt. Es war eine Brandrede gegen Politik und BANKIA.

Am Freitag soll die endgültige Entscheidung über den Verkauf des Clubs‘ fallen. Eine Krisensitzung mit Vertretern der lokalen Politik jagt die andere. Wieviel Marktwert besitzt der Name „Valencia C.F.“?

Die Rückspiele des Viertelfinales beginnen heute abend im Barnabéu, wo Madrid die Vertretung des RCD Espanyol erwartet. Lt. MARCA soll Madrid an der Verpflichtung des Keepers der „Pericos“, „Kiko“ Casilla, interessiert sein.

Nach dem 1:0-Erfolg in Cornellà vor Wochenfrist und der Serie im „magischen Januar (MARCA)“ mit sieben Siegen und keinem Gegentor, scheinen die Karten an der Castellana klar verteilt.

Die 40 identifizierten Ultra Sur im Spiel gegen Celta am 6.1 d.J. wurden vom Ständigen Ausschuss gegen die Gewalt, den Rassismus, die Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz im Sport mit einer Geldstrafe von 150 € und einem Monat landesweitem Stadionverbot belegt. Zur Erinnerung: Die US hatten gegen die neugegründete Grada Joven auf ihren Stammplätzen nahe des Auswärtssektor im Fondo Norte protestiert und 40 von ihnen wurden auf Plätzen einer Kategorie, die nicht ihren Eintritskarten entsprachen, angetroffen und personalienfestgestellt.

Madrid begann das Match gewohnt agressiv und bereits nach sieben Minuten nahm Jesé, der erneut Garreth Bale vertrat, einen 40-45m-Pass von Xabi Alonso wunderbar mit der Brust an und konnte im Anschluss auch noch Kiko Casilla überwinden. Der Torsteher hatte seine Jugend und ersten Herrenjahre bei Madrid absolviert und stand bei der zweiten Mannschaft, Real Madrid Castilla, immerhin fünf mal zwischen den Pfosten.

Madrid nahm nun den Fuss vom Gaspedal, vielleicht auch um Stammspieler, die heute nicht rotierten, vor dem schweren Gang am Sonntag nach San Mamés, zu schonen.
Daher dauerte es fast bis zur 40. Minute, ehe Espanyol sich mehr traute und wenigsten ein bisschen gefährlicher vor den Kasten von Iker Casillas kam. Die beste Chanche für die „Wellensittiche“ hatt Pizzi, mit einer sauberen Volleyabnahme, zwei Miuten vor dem Seitenwechsel.

Zum zweiten Durchgang brachte Aguirre dann zwar mit dem Kolumbianer Jhon Córdoba und später mit Stuani weitere Offensivkräfte, doch insgesamt brauchte sich Casillas während der gesamten Spielzeit nicht einmal richtig zu strecken.

In der 77. Minute sah dann Sergío Sánchez auch noch, eine etwas rigorose, Ampelkarte und damit tendierten die Optionen von Espanyol insgesamt eher gegen Null. Es gab noch ein oder zwei Gelegenheiten hüben wie drüben, doch am Ende blieb es beim 1:0-Erfolg der „Vikingos“ und Carletto konnte sich freuen, dass sein Team den Rekord für die längste Zeit ohne Gegentor von 658 Minuten (bestehend seit der Saison 1994/95 mit Jorge Valdano auf der Bank) brach. Dem bisherigen Rekordhalter Paco Buyo, der wie gewohnt auch im Stadion weilte, wird es nichts ausgemacht haben.

Jetzt steht die Marke bei 693 Minuten ohne hinter sich greifen zu müssen.

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