Wieder neue Fälle von Insolvenz…Traditionsverein Albacete Balompié steht vor dem endgültigen Aus und auch ein Team der SUPERLIGA FEMININA, Sant Gabriel, ist betroffen!

20.2.2015

Albacete Balompié steht erneut am Rande des Abgrunds. „Alba“ ist der einzige Verein aus der Provinz Castila-La Mancha, der jemals in der Primera División (PD) gespielt hat. Insgesamt sieben Spielzeiten war der Klub erstklassig! Hinzu kommen noch weitere 19 Jahre in denen in der Segunda División A um Punkte gekämpft wurde.

Heute vormittag stellte der Vorstand beim zuständigen Gericht den Antrag auf Auflösung des Vereins, da zuletzt nicht die Verpflichtungen aus dem Konkursverfahren erfüllt werden konnten. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass das Finanzamt die Einnahmen aus dem Kassenhäuschen pfändet, um die bestehenden Schulden gegenüber der Sozialversicherung auszugleichen.

Es kam noch nicht zu einer endgültigen Liquidation des Vereins, da das Schriftstück nach Angaben des Gerichtes mit einem Formfehler behaftet sei. Dem Vorstand wurden nun zehn Tage Frist eingeräumt, um diese Fehler zu subsanieren.

Gegründet wurde „Alba“ im Jahre 1940, nachdem gleich drei Klubs aus der Stadt, die nachdem „Bürgerkrieg“ wieder die sportliche Aktivitäten aufgenommen hatten, in der ökomischen Depresion des „Pos-guerra“, Pleite gegangen waren. Es folgte die Fusion der beiden bedeutensten Fussballklubs der Stadt, nämlich „Albacete Foot-ball Club“ und dem „Club Deportivo Albacete“ zur „Sociedad Deportiva Albacete Foot-ball Association“. Ein Jahr später wurde der Vereinsname dann in „Albacete Balompié“ umgewandelt. In jener Zeit wurden die Fussballspiele in der „Plaza de toros“, der Stier“kampf“arena, ausgetragen, da es keine auf den Fussball spezifizierte Anlage gab.

Die Wurzeln des Ballsportes sind in Albacete bis in die frühen Jahre des XX. Jahrhunderts zurückzuverfolgen, als mit „La Normal“ und „La Liga“ zwei Teams Fussballmannschaften stellten.

Es dauerte jedoch bis 1917 ehe der evangelische Pastor und Lehrer Franklin Albricias Goetz beide Lager einte und der „Club Deportivo Albacete“ ins Leben gerufen wurde. Dieser Klub wurde in den Wirren der Kriegsjahre 1936-39 aufgelöst!

DER AUFSTIEG ZUM ERSTLIGISTEN

Finanziell auf Rosen gebettet waren die „Manchegos“ nie, so dass es im Jahre 1960 dem damaligen Bürgermeister Carlos Belmonte zu verdanken war, dass ein Stadion gebaut werden konnte, das höheren Ansprüchen entsprach.

(Es handelt sich um eine Dokumentation der „No Do“, der sp. Version der „Deutschen Wochenschau“; Anmerk. d. Verf.)

Zwischen der Einweihung des Carlos Belmonte (Fassungsvermögen: 17 500) und der „Goldenen Ära“ der 90-er Jahre, pendelte „Alba“ meist zwischen Tercera und Segunda B, konnte aber, ob seiner „Monopolstellung“, dennoch viele neue Anhänger finden.

In der Saison 1990/91 gelang „Alba“ unter der Regie von Benito Floro, dem aktuellen Trainer der kanadischen Auswahl, mit dem erstmaligen Aufstieg ins Oberhaus der PD der ganz grosse Wurf. Benito Floro sollte im Anschluss an seine Zeit auf Alba’s Bank auch Real Madrid trainieren (1992 – zu seiner Entlassung im März 1994). Dieses Aufstiegsteam erwarb sich, in Anlehnung an den spanischen Titel von „Clockwork Orange“ („sp. „La naranja mecánica“), durch einen beherzten Angriffsfussball den Spitznamen „El Queso Mecánico“. Der Käse ist weit über die Provinz hinaus bekannt und, neben Wein und der Messerherstellung, das Starprodukt der Region.

Nach dem letztmaligen Abstieg aus der PD im Jahre 2005 folgte der freie Fall bis hinunter in die Tercera División.

Der bekannste Spieler, der aus der eigenen Jugend kam, ist der frühere Real-Madrid-Star und Ex-Auswahltrainer José Antonio Camacho.

Als es dem Klub vor einigen Jahren schonmal fast an den Kragen ging, sprang der aus der Gegend stammende Barça-Profi Andrès Iniesta als Sponsor ein. Nun wird auf der Brust für das Weingut und die Kelterei, die „Bodegas Iniesta“, des Welt- und Europameisters geworben und auch das Trainingsgelände wurde nach ihm benannt.

Im Sommer letzten Jahres gelang der erneute Sprung in die Segunda A, nachdem die „Grupo IV der Seg. Div. B“ gewonnen werden konnte.

(Video aus den Austieg-Play-Offs gegen Sestao River)

Im Moment steht der Klub auf einem Abstiegsrang mit 25 erkämpften Punkten aus ebensovielen Matches.

AUCH BEIM CE SANT GABRIEL SCHRILLEN DIE ALARMGLOCKEN!

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Auch bei den Frauen des 1996 gegründeten CE Sant Gabriel, der seine Heimspiele auf der Bezirkssportanlage von „Municipal José Luis Ruiz Casado“ von San Adrián de Besós (Barcelona) austrägt, sieht es im Moment düster aus.

Während der Lokalkonkurrent FC Barcelona Feminí in der nächsten Saison das Team professionalisieren wird, haben die Frauen aus Besós, die 2010/11 in die SUPERLIGA FEMININA aufstiegen (Letzte Saison: 8. Platz) und in der COPA DEL LA REINA bislang einige Achtungserfolge landen konnten, existenzielle Probleme.

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(alle Fotos Sant Gabriel:PD-direkt/Elena del Toro)

Damit sind sie der dritte Frauenverein, der in dieser Spielzeit nach Oviedo Moderno und Sporting de Huelva SOS funken muss. Im Vergleich zu den Summen bei den Männern, fehlen den Katalanen just 15 000 €, um den federativen Abstieg zu vermeiden.

Nach Version des Vereins, verbreitet durch Generaldirektor und einzigen Mäzen des Klubs mit fast 15 Teams Joan Llandrich, sind versprochene Gelder für diese Saison bislang noch nicht geflossen und jetzt ist Ebbe in der Kasse. Trainer und Spielerrinnen bekommen derzeit weder Gehalt noch irgendwelche Aufwandsentschädigungen.

Aufruhr im Unterbau…Der Amateurfussball im Streik!!!

13.2.2015

money destroys futbol palencia

Gestern traf sich die spanische Arbeitsministerin Fátima Báñez (PP) mit Vertretern der Sozialversicherungsträgern, um ihren Plan zur Erhebung zun Sozialversicherungsbeiträgen bei nicht-professionellen Sportvereinen kundzutun.

Als diese Idee vor einigen Tagen publik wurde, regte sich im Amateurfussball sofort Widerstand gegen diese Form der Steuereintreibung bei freiwilligen, unbezahlten Helfern und Helferinnen, die jedes Wochenende es durch ihr Engagement erst möglich machen, das Kinder, Jugendliche und FreizeitsportlerInnen ihrem Hobby fröhnen und dem runden Leder nachjagen können.

wanderers

Doch bereits Anfang dieses Monats begann der Aufstand bei einer Tagung des asturianischen Verbandes. Vor knapp zwei Wochen, am 4.2.2015, trafen sich Vertreter der Spieler, der Vorstände und Schiedsrichter von insgesamt 315 Vereinen, die ihrerseits 1 213 Mannschaften repräsentierten.

Und diese Woche erklärte zuerst der Verband Extramaduras die Absetzung aller Fussballspiele unterhalb der Segunda División B, um den Forderungen der Basis Nachdruck zu verleihen.

Dieser Initiative haben sich inzwischen weitere Verbände angeschlossen, so dass an diesem Wochenende in acht Regionen Iberiens und Nordafrikas, auf Land wie auch auf einer Insel (neben Extramadura, beteiligen sich auch Katalonien, Euskadi („Baskenland“), La Rioja, Melilla, Teneriffa und in Kastilien/León) keine Amateuer- und Jugendspiele stattfinden werden.

Der Streik wird, im Moment wenigstens, sogar vom Präsidenten des spanischen Fussballverbandes (RFEF), Miguel Ángel Villar, unterstützt und dieser droht mit einer Ausweitung auf den Bereich des bezahlten Fussballs. Villar fordert ein Eingreifen, des wegen seines rigorosen Streichungskurses im Bildungswesen mehr als unbeliebten, Kultusminister José Ignacio Wert (PP).

Wie nämlich den Ausführungen des asturianischen Präsidenten Maximino Martínez zu entnehmen ist, richtet sich der Protest auch gegen den aktuellen Verteilungsschlüssel aus der spanischen Fussballergebniswette „QUINIELA“. Dort sollen, gemessen am Vorjahresvolumen, rd. 26 % weniger Mittel fliessen bzw. bisher geflossen sein.

Nun sollen alle Menschen, die eine Aufwandsentschädigung von mehr als 200 € monatlich erhalten, ob Spieler, Zeugwart, Phisiotherapeut, Groundkeeper….., diese versteuern.

Dies ist eine doppelte Bestrafung:

Im Zuge der Kommerzialisierung des Fussballs, der Veräusserung der Übertragungsrechte an private Medien, sinkt/sank der Zuschauerschnitt im Amateuerberich kontinuierlich; so werden heute Spiele der Segunda División B, die eigentlich noch als Profi-Liga gilt, im Schnitt von 300 Fans im Stadion verfolgt!

Es fliessen in diesen Klassen keine üppigen TV-Gelder, aber auf der anderen Seite müssen weiterhin Verbandsgebühren entrichtet werden, der Spielbetrieb muss aufrecht erhalten werden und auch die Anlagen müssen instand gehalten werden.

Das alles kostet also Geld, viel Geld und die RFEF hat mehr als 680 000 Spielerlizenzen vergeben an Spieler in 19 000 Vereinen, die Jahresausgaben in Höhe von rd. 550m € haben!!!

Aber Sportvereine sind halt auch juristische Personen und nach spanischen Recht haften die Vorsitzenden auch mit ihrem Privatvermögen für evtl. Verluste durch den Spielbetrieb. Dies führte dazu, dass in den letzten vier Jahren mehr als 3 000 Vorstandsmitglieder eines Klubs ihr (Ehren-)Amt niederlegten.

Und natürlich sorgen diese Hobbykicker auch für Umsatz, und somit für Steuereinnehmen, erhalten i.d.R. keinen müden Heller , kämpfen aber mit dem ganzen Herzblut für ihren jeweiligen Verein.

Aber diese mehr als unterschwellige Kritik des Steuerwuchers weist Báñez vehement zurück: Es sei keine neue Rechtslage geschaffen worden, sondern bestehendes Recht soll lediglich konsequent umgesetzt werden. Dabei verweist sie, vielleicht um die vox populi zu beruhigen, auf eine Statistik:

Im Jahre 2013 wurden im Zuge der Steuerfahndung im ganzen Land 304 000 Betriebsinspektionen durchgeführt, jedoch nur 945, also genau 0,31%, wären bei Sportvereinen vorgenommen worden.

Mehr zu diesem Thema u.a. auch hier:http://www.primeradivision-direkt.de/?p=1903

„Verliere niemals deinen Glauben „…Real Sporting Gijón in der Krise

9.2.2015

Unter dem Slogan „Tu fe nunca decaiga“ (s. Überschrift) formierte sich im Jahre 2012 eine Faniniative gegen den aktuellen Vorstand der „Sportinguista“. Selbst die augenblicklich günstige Tabellensituation, die durchaus berechtigte Hoffnungen auf den Wiederaufstieg in die Primera División (PD) zulassen, können die Gemüter nicht beruhigen. Diese Proteste richten sich gegen die Vereinführung, den Hauptaktionär José Fernández und dessen Generaldirektor Alfredo García Amado.

So demonstrierten gestern, ausgehend von der Plaza Major, nach Polizeiangaben 4 bis 5 000 Fans, nach Angaben der Veranstalter mehr als 6 000 Menschen, darunter auch ehemalige Spieler (u.a. Jorge David) und (Lokal/Regional-)Politiker zum alterwürdigen Stadion „El Molinón“ (Einweihung 1908). Unabhängig der abweichenden TeilnehmerInnenzahlen waren es deutlich mehr als beim ersten gemeinsamen Marsch am 12.10.2014.

Demo „Salvemos al Sporting“ („Retten wir Sporting“) am 8.2.2015

Auf dem Weg zum Stadion, der fast eine halbe Stunde nach dem ursprüglich geplanten Beginn der Demo ob des grossen Zulaufes begann, gab es viele Transpis, die auch den Klubeigentümer als Darth Vader zeigten. Der Zug verlief lautstark und friedlich, bis er am „Molinón“ ankam. Dort erhitzte sich die Stimmung wegen der neuen Massnahmen der LFP (vgl. DFL) und des eigenen Vorstandes, der kritische Transparente verboten hatte und diese bereits wenige Minuten nach dem Anpfiff durch das Sicherheitspersonal in der Fan-Kurve „Fondo Norte“ abnehmen liess.

Die Fans reagierten mit Sprechchören, in denen sie „Meinungsfreiheit“ und den Rücktritt Fernández‘ forderten. In dieser merkwürdigen wie ungewöhnlichen Stimmung gingen die Ereignisse auf dem Rasenrechteck erst einmal unter.

Dieses ánderte sich aber, zum Glück, bald und die Fans unterstützen das Team, das im Moment von der Legende aus den 90-er Jahren „Pitu“ Aberlardo (der Spitzname kommt tatsächlich daher, als er in einem Interview die Frage, was er denn am liebsten lese, mit den „Schlümpfen“ (sp. „Pitufos“) beantwortete) trainiert wird.

Auf diesem Twitter-Account lassen sich alle Neuigkeiten der Kampagne verfolgen:

https://twitter.com/TFND1905

COPA DE S.M. EL REY: Viertelfinalhinspiel Villarreal CF gegen Getafe CF

22.1.2015

Beim ersten Match dieser Runde, dass als Szenarium das „El Madrigal“ (rd. 10 000 Fans auf den Rängen) hatte, liess die Gastgeber, die in der Meisterschaft weiterhin Tuchfühlung zum CL-Quali-Platz halten, auf den krisengeschüttelten Getafe CF treffen.

Unterschiedlicher könnte das Panorama bei beiden Vereinen nicht sein. Während der Abstieg vor zwei Jahren auf das „Gelbe U-Boot“ aus der Keramikstadt eine fast heilende Wirkung hatte, es wurde auf die (eigene) Jugend gesetzt anstatt wie im letzten Jahrzehnt viel Geld für gestandene Profis auszugeben, sieht es beim Klub aus dem Süden Madrid’s eher düster aus.

Nach einem schwachen Saisonstart (nur ein Sieg gegen die UD Almeria am 2. Spieltag aus den ersten fünf Begegnungen), wobei weniger die nackten Resultate als das saft- und kraftlose Auftreten der Mannschaft beunruhigend auf die Anhänger der „Azulones“ wirkten. Nebenschauplatz der Querelen waren lange Zeit auch die Auseinandersetzung um den Spielerpass Pedro Leóns‘. Der Murciano, Ex-Real Madrid mit entsprechendem Gehalt, soll lt. Vertrag 3 Millionen € jährlich einstreichen und das Financial-Fair-Play-Limit von ·“Geta“ liegt bei insgesamt 18 Millionen € für den gesamten Kader.

Dann wurde Coach Luis García Plaza entlassen und mit Cosmin Contra kam ein frischer Trainer, der einen ebensolchen Wind verbreiten konnte.

Von Tag auf Nacht änderte sich das Auftreten der Elf und wurde quasi eine Blaukopie wie Contra als Aktiver wirkte. Druck machen, gegen jeden Ball gehen und bis zum Schlusspfiff zu kämpfen. So etwas gefällt den Fans, doch auch in China blieb dies nicht unbeobachtet. Es kam ein Angebot aus der Super Liga China vom Guangzhou R&F und so wechelte Contra zur Jahreswende, nahm auch noch seinen Co-Trainer Rosu, sowie den Freistossspezialisten Michel Herrero mit in den fernen Osten.

Die 5 Millionen € konnte der Präsident Ángel Torres nicht den gesamten Betrag auf der Haben-Seite verbuchen und die ausstehenden Gehälter der letzten Monate auszahlen, um dadurch das von der LFP auferlegten Transferverbot auszusetzen. 600 000 € wanderten in Richtung des Schatzmeisters des Valencia CF, dem „Heimatverein“ Michel’s, der, wie vertraglich festgelegt, auch von diesem Wechsel profitieren konnte.

Den Platz Contra’s auf der Bank nahm mit Quique Sánchez Flores ein alter Bekannter. Flores, ein gebürtiger Madrilene, spielte als Profi beim Valencia CF, Real Madrid und Real Zaragoza, debütierte als Coach ebenso wie „Geta“ in der Saison 2004/05.

Im Gegensatz zu Contra setzt(e) Quique in allen seinen Teams auf ein organisiertes Defensivspiel als Basis für den Erfolg. Schon wieder eine totale Umstellung des Systems binnen weniger Monate.

Der aktuell Tabellensechste der Primera División Villarreal spielt im zweiten Jahr nach Abstieg einen teilweise mitreissenden Angriffsfussball und hat auch die Gruppenphase der EL erfolgreich beendet.

Eine kurze Schwächeperiode vom 9. bis zum 11. Spieltag, als nur ein magerer Punkt daheim gegen den RCD Espanyol bei zwei Niederlagen gegen direkte Konkurrenten um den 4. Platz (2:0 in Sevilla und 1:3 im Madrigal gegen den Valencia CF) geholt werden konnte, beantworteten die Männer von Marcelino mit einer Serie von sechs Siegen in acht Matches, wobei sicherlich der späte Triumpf im Vicente Calderón gegen den amtierenden apanischen Meister das Sahnehäubchen darstellte. Lediglich in Elche und an der Costa del Sol beim Málaga CF liess Villarreal durch zwei Remis Punkte liegen.

Mit dem Anpfiff, bei für mediterane Verhältnis sehr kühlen Temperaturen von nur 5-6ºC, übernahmen wie erwartet die Gastgeber die Iniative. Oder besser gesagt, sie besassen das runde Leder, denn Getafe verteidigte zum Teil mit bis zu acht Spielern, ausser dem Reservetorwart Jona, hinter dem Ball in der eigenen Hälfte.

So konnte sich Villarreal allein in der ersten Halbzeit dennoch vier gute Torgelegenheiten herausspielen, jedoch blieb es bis zum Pausentee bei einem, für die Gäste, schmeichelhaften torlosen Remis. Das Schiesspulver der „Groguets“, bei denen v.a. der von Real Madrid ausgeliehene Russe Cherychev im Mittelfeld die Akzente setzte, schien Feuchtigkeit abbekommen haben.

Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild, doch mit zunehmender Spielzeit wurde „Geta“ giftiger und sollte sich auch selbst Torchancen herrausspielen. Je länger sich Villarreal der Torerfolg verweigerte, desto unruhiger wurden die Anhänger im Stadion. Den wer vergibt, dem wird, zumindest im Fussball, häufig nicht selbst vergeben.

Doch fünf Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit wurde der eingewechselte Vietto mittig vor dem Strafraum gefoult und der anschliessende Freistoss von Kapitän Bruno im Torgiebel versenkt. Somit war dann auch das 16. Spiel ohne Niederlage in Folge für Villarreal überstanden, dennoch lässt das knappste aller Ergebnisse durchaus noch auf eine Aufholjagd im „Coliseum Alfonso Pérez“ hoffen.

Villarreal CF SAD Getafe CF SAD

Schiedsrichter: Hernández Hernández, Alejandro
Schiedsrichterassistent Nr.1: Sobrino Magán, Teodoro
Schiedsrichterassistent Nr.2 : García Fernández, César
4. Schiedsrichter: Herrero Arenas, Óscar

Gelbe Karten

Alex (42′)
J. Rodríguez (43′)

Spieler

1 Sergio Asenjo Andrés –
2 Mario Gaspar Pérez Martínez –
4 Tomás Pina Isla –
9 Giovani dos Santos Ramírez –
14 Manuel Trigueros Muñoz –
16 José Antonio Dorado Ramírez –
17 Denis Cheryshev –
18 Jaume Vicent Costa Jordá –
20 Gabriel Armando De Abreu –
22 Antonio Rukavina –
23 Gerard Moreno Balagueró

Auswechselspieler

25 Juan Carlos Sánchez Martínez –
6 Jonathan dos Santos Ramírez –
7 Luciano Darío Vietto –
15 Víctor Ruiz Torre –
19 Moises Gómez Bordonado –
21 Bruno Soriano Llidó 1 Tor (85.)
27 Matías Nahuel Leiva – –

Trainer: Marcelino García Toral
Co-Trainer:

Getafe CF SAD

1 Jonathan López Pérez –
4 Velázquez Maldonado,Emilio Daniel –
6 Cruz Campos, Jorge Sammir –
11 Abdoul Yoda, Karim –
12 Álvaro Arroyo Martínez –
18 Sergio Escudero Palomo –
22 Juan Antonio Rodríguez Villamuela –
23 Fredy Hinestroza Arias –
27 Martín Vigaray, Carlos –
32 Buendía Stati –
36 Selma Felip Alejandro –

Auswechselspieler

13 Jordi Codina Rodríguez –
3 Roberto Lago Soto –
5 Gomes Pereira, Edinaldo –
9 Álvaro Vázquez García –
10 Sarabia García, Pablo –
17 Diego Castro Giménez –
26 López Álvarez, Iván –

Trainer: Enrique Sánchez Flores
Co-Trainer: Alberto Giráldez Díaz

El Delegado de Campo Luis Jimenez Maiz el 21 de enero de 2015

(Quelle der Statistik: http://actas.rfef.es/actas/RFEF_CmpActa1?cod_primaria=1000144&CodActa=25897)

Abseits der Riazor Blues und den Celtarras…Die galizische Ultra-Szene im Überblick….ohne Anspruch auf Vollständigkeit!

rias galegas

(Foto + Übersetzungen aus dem Galizischen: M José Barreiro López de Gamarra)

14.1.2015

Über die Riazor Blues ist ja im Zuge des Mordes an ihrem Mitglied Jimmy beim Auswärtsspiel Ende November 2014 bei Atlético Madrid bereits, nicht nur hier, ausführlich berichtet worden. Die RB zählen rd. 500 Mitstreiter, die die jährliche FanClubgebühr entrichten. Dies bringt Vorteile bei Promo-Aktion (Merchandising) oder Rabatt bei Auswärtsfahrten!

(Foto:PDdirekt)

(Foto:PDdirekt)

Die Celtarras sind, nach den RB, die zahlenmässig grösste Ultragruppe in Galizien, wobei die Celtarras den Begriff „Ultra“ nicht gerne hören und sich selbst als „Hooligans“ bezeichnen. Im Stile der Casuals sind sie im Stadion nicht durch Schals oder Fahnen auszumachen. Die CEL sind aber, im Gegensatz zu den RB, stärker politisch aktiv und in den galizischen Unabhängigkeitsbewegung engagiert.

Als der legendäre Keeper aus den 1970-ern von Atlético Madrid, Abel Resino, 2013 vorrübergehend das Training übernahm, forderten die CEL, dass sie als Co-Trainer keinesfalls den ehemaligen Mittelstürmer (Pichichi der Saison 1999/00/Racing de Santander/27 Buden) Salva Ballesta , der privat ein Kampfflugzeug besitzt, selbiges auch , zum Spass (zu welchem?), steuert und eher dem rechten Rand des politischem Spektrums zuzuordnen ist, akzeptieren würden…und konnten diese Meinung durchsetzten. Anstelle Ballestas‘ wurde seinerzeit dann Pere Serer mit an Bord geholt.

Die CEL sind mit den Fangruppen Herri Norte Taldea („die Gruppen des Volkes des Nordens“/Athletic Club), Fende Testas (SD Compostela) und der Frente Blanquiazul (CD Tenerife) befreundet. Neben den, auf weitesgehend auf Lokalrivalität beruhenden, Animositäten mit den RB, sind die i.d.R. Gegner der CEL alle Ultras mit rechtsextremitischen Hintergrund, sowie die auch im linken Spektrum anzusiedelnde Gruppe Indar Gorri vom CA Osasuna.

Celtarras und Herri Norte

Das bemerkenswerteste Ereignis jüngster Zeit trug sich im Jahre 2003 zu, als ein Autobus, dessen Besatzung aus Ultra Sur bestand, nahe Vigo’s mittels eines, durch Molotov Cocktails erzeugten, Brandes zum Halt auf der Autobahn gezwungen wurde. Im Zuge dieser Aktion wurden die Celtarras Luis und Teto (vollständige Namen PDdirekt nicht bekannt) zu jeweils vier Jahren Gefängnis verurteilt. Letzterer musste später auch noch eine weitere Haftstrafe als Angehöriger der galizischen militanten Widerstandsgruppe Resistencia Galega verbüssen. Über all die Jahre war die Solidarität der Gruppe mit den Inhaftierten ungebrochen.

CD LUGO

Die dortige Gruppe heisst Brigadas Lucenses und wurde im Jahre 2003 gegründet. Die BL bedienen sich dem klassischen Ultra-Outfit, Ausdrucksformen und Support mit Bengalos etc. Diese, meist sehr jungen, Ultras sind ebenfalls dem linken Spektrum zuzuordnen und eng mit den RB befreundet.

SD COMPOSTELA

Das Motto der Fende Testas ( Der Name beruht auf dem dörflichen Spitznamen einer Figur aus dem Roman „El bosque animado“/dt. „Der fröhliche Wald“ von Wenceslao Fernández Flóres/1987), und bedeutet soviel wie“corta cabezas“(dt „Der Kópfeabschneider“); sehr liebenswert, nicht wahr? (Anmerk. d. Verf.) Hier ein kurzer Ausschnitt aus dem Film, in dem der Namensgeber zu sehen ist:

Um auf diese Motto zurückzukommen, besagt dieses, das es für ihr Compos, wie der Verein generell nur genannt wird, „Wenn (bejahend) Compos alles ist, dann ist alles (für dich/el Compos) gerechtfertigt“ sei. Diese Ultras formierten sich, als der Verein in seiner „Goldenen Zeit“ mehrere Jahre in der Primera División (1995/96 wurde Compos gar 10.) spielte. In der darauffolgenden Spielzeit wurde das Team aus der Wallfahrtsstadt ,zumindest europaweit, durch Ronaldo’s Slalomlauf, im Dress des FC Barcelona, bekannt

und musste dann, nach einer dramatischen Relegation, die in jener Spielzeit erstmals ausgetragen wurde, gegen den Villarreal CF, absteigen.

Die FT hielten dem Klub selbst bis in die Niederungen der 5. Liga, der Regional Preferente, die Stange. Die FT ist mit den Celtarras verbündet, sodass es üblich ist, sich gegenseitig bei Heimspielen zu besuchen und zu unterstützen.

Vor zwei Jahren kam es beim Gastspiel in A Malata (Racing de Ferrol) zu Ausschreitungen vor dem Match.

RACING DE FERROL

Hinter einem der Tore im A Malata feuern seit geraumer Zeit Los Diabolos ihre grün-weiss-bedressten Spieler an. Die LD bezeichnen sich selbst als „unpolitisch“, haben aber dennoch nichts als Feinde in Galizien, da sie von ausnahmslos allen anderen Gruppen Galiziens als Weiterentwicklung der ehemaligen, rechtsgerichteten Infierno Ferrolano angesehen werden.

Dieses Vorurteil wird auch im Stadion durch das, v.a. von älteren Ultras, vorgetragenen Liedgut der Yomus Ultra (Valencia CF) oder Frente Atlético (CA Atlético de Madrid) bestätigt.

FC PONTEVEDRA

Ende November letzten Jahres löste sich die Ultra-Gruppe Furya Granate nach 14 jahren Support auf.

In ihre Fussstapfen treten derzeit die jungen Mocidade Granate. Wie auch alle anderen galizischen Vereine, solidarisisierten sie sich, mit den RB bei ihrem Heimspiel am Wochenende nach den tragischen Ereignissen von „Madrid Rio“.

CD OURENSE

Die Ouligans waren an der Neugründung des Vereins im Juni 2014 nach den endgültigen wirtschaftlichen Aus des ehemaligen Zweitligisten beteiligt. Logischerweise kämpft die Mannschaft in der untersten Liga diese Spielzeit, der Tercera Regional, um Punkte.

Durch die desatröse Führung des ehemaligen Präsidiums, das zur Auslöschung des 1952 gegr. Vorgängervereins, alarmiert, ist der Klub derzeit zum Kreis der „selbst oder fanbestimmten“ Fussballvereine zu rechnen.

Auch weitere unterklassige Verein haben eigenen Fansupport, wie z.B. der

SEGÜIRO FC

Der Següiro FC ist in dem 7 000 Seelenort in der Nähe von Santiago (de Compostela) zu Hause. Die Brigadas Vermelhas unterstützen den Klub aus der Primera Regional (vgl. 6. Liga).

CD BOIRO

Für Stimmung im städtischen „CAMPO DE FUTBOL MUNICIPAL DE BARRAÑA“ sorgen sorgen die Krusadas Boirenses“. Die „Kreuzfahrer Boiro’s“ sind in der Tercera División beheimatet, wobei im vergangegen Sommer sogar das Play-Off zur Seg. Div. B erreicht wurde. Auch diese „Bande“ spart offenbar nicht bei der Pyrotechnik!

MARINO DE MERA CF

In der malerischen Landschaft der Atlantikküste befindet sich die Ortschaft Mera (Oleiros). Auch dort war der letztjährige Aufstieg in die Primera Autonomica Grund zur Freude und zum Fackeln!

eine gute Party + erstklassige, geistige Getränken scheinen dort garantiert…GALIZIEN IST IMMER EINE REISE WERT!!!

Aufatmen in Coritiba! Valencia CF stoppt die Siegesserie von Real Madrid in Mestalla

 

4.1.2015

Mit einem Motivationsvideo wollte der Valencia CF die Fans einstimmen und den ersten Ligasieg gegen Real Madrid in Mestalla seit Mai 2009 einfahren.

 Ausserdem galt die Ausmerksamkeit dem am Donnerstag beim Training nach einem Schlaganfall zusammengebrochenen Zeugwart Vicente Navarro „Serreta“. Der Spitzname kommt von einer iberischen Ausbildungszäumung für Pferde. Gute Besserung auch von hier.

<blockquote class=“twitter-tweet“ lang=“de“><p>El <a href=“https://twitter.com/valenciacf“>@valenciacf</a> desea mandar toda su fuerza a Vicente Navarro &#39;Serreta&#39;. Hoy la victoria va a ser por ti <a href=“https://twitter.com/hashtag/For%C3%A7aSerreta?src=hash“>#ForçaSerreta</a> <a href=“http://t.co/P9wxdXBKcE“>pic.twitter.com/P9wxdXBKcE</a></p>&mdash; Valencia CF (@valenciacf) <a href=“https://twitter.com/valenciacf/status/551766767966912512″>4. Januar 2015</a></blockquote>
<script async src=“//platform.twitter.com/widgets.js“ charset=“utf-8″></script>

Nach dem Verkauf des Vereins an Peter Lim, der noch vor einem Jahr, als er sein Angebot einbrachte, von weiten Teilen der Anhängerschaft der „Ché“, eher misstrauisch betrachtet wurde, stieg der Optimismus an der Turia auf fast vergessene Rekordhöhen. Diesem Optimismus konnten auch einige, in den letzten beiden Monaten, verlorene Punkte, die man vorher sicher geglaubt hatte, keinen Abbruch tun. Dementsprechend euphorisch wurde die Mannschaft bei ihrer Ankunft am Stadion gefeiert.

In der Öffentlichkeit und den Medien  wurde zuletzt eifrig diskutiert, ob die Mannschaft von Real Madrid nach ihrem Gewinn der Klubweltmeisterschaft in Marokko mit einem Ehrenspalier bedacht werden sollte. Coach Nuno Espiritu Santo nahm den Kritikern den Wind aus den Segeln, als er vor dem Match erklärte, dass selbstverständlich Spalier gestanden werde und man hoffe, dass diese Ehre eines, nicht allzu fernen Tages, auch seinem Team entgegengebracht werde. Beim letzten dieser Ehrenspaliere in Mestalla nach dem Sieg in der Copa del Rey 2011 durch die „Blancos“, siegten die Madrilenen, die mit einer „B-Elf“ vor dem CL-Halbfinale gegen den FC Barcelona angetreten waren, praktisch ohne Gegenwehr. Das brachte den damaligen Coach Unai Emery vollständig auf die Palme. Unai kritisierte seinerzeit, dass das Spalier stehen seines Teams 60 Minuten gedauert hätte. Da führten die Gäste aus der Hauptstadt schon mit 0:6!

Aber auch bei diesem Spalier dachten sich die Gastgeber etwas Besonderes aus: Nach der Ehrung der „Blancos“ wurde auch Spalier für die D-Jugend-Mannschaft des VCF gestanden, die zwischen den Jahren das renomierte, international besetzte Tradionsturnier in Arona (Teneriffa) gewinnen konnten. Dabei wurde im Halbfinale eben dieses Real Madrid bezwungen, indem einige illustre Namen zu finden waren: Im Tor stand Lucas Cañizares, der Sohn des Ex-Keepers beider Vereine, und Torschützenkönig wurde ein gewisser Theo Zidane!

Bei den Gästen ist zu erwáhnen, das „Carleto“ seine Paradeformation trotzt der Beschwerden, an denen sowohl Kapitän Sergio Ramos als auch Marcelo unter der Woche laborierten, aufbieten konnte. Bis dato standen für Madrid 22 siegreiche Pflichtspiele in Folge auf dem Zettel und es fehlten nur noch zwei weitere Erfolge, um den GUINESS-Buch-Rekord der Brasilianer ais Coritiba (2011), zumindest einzustellen.

<blockquote class=“twitter-tweet“ lang=“de“><p>Ancelotti se la juega con Sergio Ramos y Marcelo: <a href=“http://t.co/izoIizxpgS“>http://t.co/izoIizxpgS</a> <a href=“https://twitter.com/hashtag/RealMadrid?src=hash“>#RealMadrid</a> <a href=“http://t.co/9Ier4dQsFM“>pic.twitter.com/9Ier4dQsFM</a></p>&mdash; Defensacentral.com (@defcentral) <a href=“https://twitter.com/defcentral/status/551761250225381378″>4. Januar 2015</a></blockquote>
<script async src=“//platform.twitter.com/widgets.js“ charset=“utf-8″></script>

„Valencia jamás se da por perdida en una batalla“

(„Valencia wird sich niemals in einer Schlacht verloren geben!)

So stand es auf dem grossen Transparent im „Gol Gran“, der Fankurve CURVA NORD MARIO KEMPES. Im Nachhinein muss festgestellt werden, das hier wieder einmal das alte Sprichwort Nomen est Omen galt. Doch der Reihe nach.

Vcf RM pancarta

(Foto: Fabian Fernández Jr.)

Um dem Pathos einer Schlacht gerecht zu werden, gehört ja nun unabdinglich auch ein Schlachtfeld dazu. Und das Wort „Feld“ war im Hinblick auf den stumpfen, langsamen Rasen des Camp de Mestalla sicherlich nicht unangebracht!

Der erste Spieler, der das merkte, war der Keeper der Hausherren Diego Alves, der nach noch nicht einmal 90 gespielten Sekunden aus dem Strafraum eilen musste, um einen zu kurz geratenen Rückpass vor dem heranrausschenden Garreth Bale nach vorne zu dreschen.

Doch Valencia begann engagiert und so musste Iker Casillas auch nur eine Minute später den ersten Ball auf sein Gehäuse abwehren. VCF begann sehr agressiv und störte in der Anfangsphase den Spielaufbau der Madrilen mit Forechecking und vielen kleinen Fouls. Diese Spielweise erinnerte an das Valencia, das zuletzt unter Héctor Cúper in der Saison 2004/05 Meister und UEFA-Cup-Sieger wurde. Und dabei in der Primera División das Team war, das die meisten Fouls verübte. Ein eher ungewöhnlicher Statistikwert eines Meisters.

Vcf RM Mittelkreis

(Foto: Fabian Fernández Jr.)

Nach zwölf Minuten die ersten Tumulte und Spielertrauben, nachdem Orban sehr rustikal gegen Bale an der Seitenlinie vorging. Ramos forderte den Unpartiischen Gil Manzano auf, diese Spielweise durch das Zeigen einer gelben Karte zu sanktionieren!

Nuno hatte die Verteidung des VCF auf ein System mit drei Innenverteidigern, die  quasi permanent im „1 gegen 1“ mit der „BBC“ (Benzema, Bale, Cristiano) standen, umgestellt. Bei Standarts sollte der nominelle Mittelstürmer Álvaro Negredo gegen die kopfballstarken Verteidiger der „Merengues“ hinten aushelfen!

Und genau dieser Negredo war es, der diesen Freistoss von der rechten Seite mit der Hand berührte und dem Spielleiter eigentlich keine andere Möglichkeit liess, als auf den ominösen Punkt zu zeigen!

CR7 liess sich nicht zweimal bitten und verwandelte seinen 8. Straftritt in dieser Saison und schraubte sein Torkonto auf brutale 26 Tore in 17 Ligaspielen (14.)

Dies führte zu einem Bruch im Spiel der Valencianista, die fortan mit weiten Bállen ihr Heil suchten, anstatt ihre numerische Überlegenheit im Mittelfeld auszuspielen.

Jetzt war das Spiel zerfahren, teilweise gar ruppig und so setzte es bis zur Pause mehr als ein halbes Dutzend Verwarnungen hüben wie drüben. Doch Madrid störte das nicht grossartig und bestimmte bis zum Seitenwechsel das Spiel.

Bei Valencia verletzte sich zuerst Torwart Alves, der jedoch durchspielen konnte, und Pablo Piatti. Der kleine Argentinier musste ausgetauscht werden und es kam Gayá. Dieser Wechsel sollte später noch Folgen haben, denn Gayá zwang Isco und Carvajal zu mehr Aufmerksamkeit auf der linken Angriffsseite und ermöglichte so einige gefährliche Flankenwechsel.

Kurz vor dem Pausentee dann noch einmal gefährliche Aktionen in beiden Strafräumen. Zuerst war es André Gomes, der einen abgefälschten Fernschuss an den Pfosten setzte und Karim Benzema, der überhastet abschloss, nachdem Mustafi wegrutschte und dem franz. Auswahlspieler die Bahn freimachte.

Die Kabinenansprache Nuno’s, der als ein sehr dialogbereiter Trainer gilt, aber von den valencianischen Journalisten schon vor der Abfahrt zum Sommertrainingslager den Spitznamen „Miraculix“ verpasst kriegte, schien zu fruchten.

Der Spitzname hat nichts mit aus heimischen Supermärkten bekannten Fertiggerichten zu tun, sondern ist der Namen des Druiden bei Asterix & Obelix in der sp. Version. Dies wurde auf einen bis dahin unbekannten Vitamintrunk gemünzt, den Nuno seit seinem Amtsantritt seinen Schützlingen verabreicht(e).

Der VCF kam mit dem gleichen Elan wie zu Beginn des Matches aus den Katakomben und nach nur sieben Minuten im zweiten Abschnitt fälschte Pepe einen Barragán-Schuss unhaltbar für Casillas ins eigene Netz ab (52.).

Nun war das Spielausgeglichen nach Toren und die náchste Grosschance sollten die Gäste haben. Nach gut einer Stunde führte Orban einen indirekten Freistoss kurz hinter der Mittellinie schnell aus, vergass aber vorher Enzo Pérez, der bei seinem Debüt insgesamt unauffällig blieb, zu informieren. Benzema erkannte dies als Erster, schaute kurz den Schiri an, der ihm zunickte und schon lief der Konter über Bale, der im 5-m-Raum letztlich an Alves scheiterte.

In diesen Minuten erwies sich Nico Otamendi, der von den Fans als der „neue Ayala“ gehandelt wird, als Fels in der Brandung und entschärfte alle Angriffsbemühungen Madrids‘. Aber nicht nur das. In der 64. Minute gab es Ecke für Valencia. Dani Parejo trat den Ball auf den kurzen Pfosten, Otamendi stieg hoch, höher als Ramos und köpfte zum 2:1 für Valencia ein. Nun verwandelte sich das Mestalla endgültig in ein Tollhaus.

Nur zwei Minuten später vergab Barragán die Vorentscheidung nach schöner Kombination mit Negredo. Doch sein Schuss strich knapp am linken Pfosten vorbei.

Jetzt  begann sich das Personalkarussell zu drehen. Binnen 15 Minuten schöpften beide Trainer das Auswechselkontigent aus. Ancelotti brachte mit Jesé für Bale, wenig später kam dann auch noch Chicharito für Benzema, frischen Wind im Angriff, ausserdem ersetzte Sami Khedira James Rodríguez im Mittelfeld. Auf Seiten Valencias‘ kam Feghouli für den Barragán, der sich derzeit für eine Vertragsverlängerung empfehlen will, und Rodrigo für den angeschlagenen Negredo.

Madrid sorgte  in der Schlussphase für durch zwei Kopfbälle für Gefahr: Zuerst verfehlte Ramos nach einer Kroos-Flanke, der sich an seinem 25. Ehrentag ungewöhnlich viele kleine Abspielfehler leistete, sein Ziel (78.) und Isco zwang Diego Alves zu einer Grosstat (80.).

Der Zeiger drehte sich nun gegen den zehnfachen Europacupsieger, der einfach kein probates Mittel fand, Valencia ernsthaft zu gefährden. Pepe versuchte es kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit mit einem Fernschuss aus mehr als 30m, der aber ein Stück über den Querbalken flog und in der 93. sorgte ein abgefälschter Marcelo-Schuss für Aufregung und den letzten Eckball des Spieles, der ebenso wenig zählbares einbrachte.

 

Dann war Schluss in Mestalla und die Fans und Akteure der „Blanquinegres“ konnten einen, aufgrund der deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Durchgang verdienten, Erfolg zelebrieren. In dieser Form wird das Nuno-Team noch von sich reden machen und könnte die „Ché“ wieder für die europäische Königsklasse qualifizieren. Weiterhin soll der Zugang von Enzo Pérez nicht die einzige Neuverpflichtung bleiben. Zumal ja Peter Lim mit Jorge Mendes bei MERITON bekanntlich einen sehr umtriebigen Geschäftspartner hat!

<blockquote class=“twitter-tweet“ lang=“de“><p>FINAL | ¡El Valencia remontó el partido para ganar 2-1 al Real Madrid! <a href=“http://t.co/kgjcgb7bbm“>http://t.co/kgjcgb7bbm</a> <a href=“http://t.co/d1LcoX0U4R“>pic.twitter.com/d1LcoX0U4R</a></p>&mdash; MARCA (@marca) <a href=“https://twitter.com/marca/status/551798270763466752″>4. Januar 2015</a></blockquote>
<script async src=“//platform.twitter.com/widgets.js“ charset=“utf-8″></script>

<blockquote class=“twitter-tweet“ lang=“de“><p>FT: Valencia 2 – 1 Real Madrid (Barragán, 52’; Otamendi, 64’ / Cristiano Ronaldo, 13’) <a href=“https://twitter.com/hashtag/VALvsRealMadrid?src=hash“>#VALvsRealMadrid</a> <a href=“https://twitter.com/hashtag/RMLive?src=hash“>#RMLive</a> <a href=“http://t.co/psttynjbto“>pic.twitter.com/psttynjbto</a></p>&mdash; Real Madrid C.F. (@realmadriden) <a href=“https://twitter.com/realmadriden/status/551798325838897152″>4. Januar 2015</a></blockquote>
<script async src=“//platform.twitter.com/widgets.js“ charset=“utf-8″></script>

Quelle der Statistik: http://actas.rfef.es/actas/RFEF_CmpPartido?cod_primaria=1000144&CodActa=25705

Valencia

1  Diego Alves
5  Mustafi
6  Lucas Orbán
7  Negredo
9  Paco Alcácer
10  Dani Parejo
11  Piatti
15  perez
19  Barragán
21  André Gomes
23  Otamendi
2 1
ÁRBITROS
Principal : Gil Manzano, Jesús
Asistente : Nevado Rodríguez, Ángel
Asistente : Fernández Miranda, José Manuel
4º Arbitro : Santos Pargaña, Antonio
Real Madrid

1  Iker Casillas
3  Pepe
4  Sergio
7  Ronaldo
8  Kross
9  Benzema
10  James
11  Bale
12  Marcelo
15  Carvajal
23  Alarcon

ENTRENADOR

NUNO H. SIMOES ESPIRITO SANTOS

Auswechslungen

31 Gayá       
Piatti (23′)
8 Feghouli       
Barragán (72′)
17 Rodrigo       
Negredo (79′)
GOLES

0-1  Ronaldo (14′)
1-1  Barragán (51′)
2-1  Otamendi (65′)

KARTEN

Gayá (23′)
perez (28′)
Mustafi (32′)
Paco Alcácer (41′)
Dani Parejo (42′)
Lucas Orbán (58′)
Sergio (15′)
Alarcon (38′)
Carvajal (62′)
ESTADIO: Mestalla 55 000 Zuschauer/ausverkauft
Ciudad: Valencia
Fecha: 04 de enero de 2015
ACTA DEL PARTIDO

ENTRENADOR

Ancelotti , Carlo

SUSTITUCIONES

6 Khedira       
James (70′)
20 Rodriguez       
Bale (70′)
14 Chicharito       
Benzema (79′)

Neue Geldquelle: Ultra Sur verdingen sich als „Graffiti-Künstler“

3.1.2015

Nahe dem Estadio Santiago Bernabéu befindet sich die kleine Strasse „calle Marceliano Santa María“. Und jeder regelmässige Stadiongänger weiss, dass diese Strasse den Ultra Sur (US) „gehört“. Dort befinden sich die einschlägigen Lokalitäten (neben der schon legendären „Bar Drakkar“, auch die Kneipen „El 7 Blanco“, „La Fontanería“ und das  „El Sherwood“), die den US und deren Umfeld als Treffpunkte, nicht nur vor den Heimspielen, dienen.

Wie bereits hinreichend bekannt, verbannte Florentino Pérez, der Präsident der „Blancos“, vor Jahresfrist die US von ihrem angestammten Platz im „Fondo Sur“. Dadurch versiegte auch eine lukrative Einnahmequelle zur Finanzierung von Auswärtsfahrten und anderen Aktivitäten. Pérez stornierte auch das Freikartenkontigent, das die US ja schon fast über Jahrzehnte erhielten.

Erst kürzlich, im Rahmen der Berichterstattung im spanischen TV-Sender „La Sexta“ zum Tod des Depor-Fans Jimmy und der anschliessenden „Operación Neptuno“, erklärte Pérez diesen Schritt erneut: Ja, sie (die US) seien auch bei ihm vorstellig geworden, aber als er die Messer etc sah, dauerte es keine fünf Minuten, bis er sie rausschmiss.

Eine ähnliche Massnahme zog 2003 der damalige Barça-Präsident Joan Laporta gegen den radikalsten Flügel der „Boixos Nois“ („Crazy Boys“), der Gruppe „Casuals“, durch. Ebenso wie seinerzeit Laporta, wurde Pérez auch zur Zielscheibe der Ultras. Von Beschimpfungen, öffentlicher Anfeindung über direkte Bedrohung der physischen Integrität bis hin zur Schändung des Grabes seiner verstorbenen Frau.

Nun aber haben die US eine neue Möglichkeit erfunden, um wieder zu ihren Einnahmen zu kommen, nachdem sie der Freikarten „beraubt“ worden sind. In einer sehr spezifischen, wie innovativen Form der „Schutzgelderpressung“ bieten die US den in „Marcelino Santa María“ ansässigen Geschäftsleuten an, deren Rolos mit Graffiti zu „verzieren“. Gegen den bescheidenen Obolus von 400 €. Unten ist eines dieser „Kunstwerke“ abgebildet!

graffiti us jorge parís

(Foto: Super Hincha/FB)

Bei den meisten Geschäften handelt es sich um seit Langem ansässigen Familienbetriebe wie kleine Lebensmittelgeschäfte. Und diese Gewerbetreibenden glaubten eigentlich im Laufe der Jahre schon fast alles Mögliche wie Unmögliche, bis hin zu Messerattacken auf Polizeipferde, gesehen zu haben.

Vor Mikrofone oder Kameras trauen sich die Geschäftsleute nicht, verweisen aber auf ihre Beobachtungen und Erfahrungen, wonach eben diese „neue Generation“ (scheinbar in den rechtsextremen Organisationen wie „Fuerza Nueva“, „Unión Nacional“ und der „Falange“ beheimatet)  der US sich für die Herrscher der Strasse halten.

Nach einer Massenschlägerei am 9.11.2013 in der „Bar Drakkar“, wo die „Alte Garde“ sich mit den aufstrebenden Youngsters prügelte, die mehrheitlich der neofaschistischen Organisation „Outlaw“ (einer Unterorganisation der „Hammerskins“) angehören, ging es augenscheinlich, um eine Neuaufteilung der Pfründe wie z.B. aus dem Merch-Geschäft und der Veranstaltung von Konzerten. Dabei kam es auch zu Festnahmen und gerichtl. Auflagen an die Beteiligten, sich diesem Bereich nicht mehr zu nähern.

Bereits in den letzten Monaten machten die US aber auch mit Straftaten, die nicht direkt im Zusammenhang mit Fussballspielen stehen, auf sich aufmerksam. Wie Mitte Dezember die in Madrid erscheinende „El Mundo“ berichtete, sitzen derzeit im Madrider Gefängnis „Soto de Real“ zwei Mitglieder der Gruppe „Outlaw Madrid“ ein. Diese Gruppe geriet bei der Untersuchung eines Dutzend Raubüberfälle ins Visier  der Polizei.

Hierbei soll der als „Niño Skin“(„Kind-Skin“) bekannte Antonio Menéndez Mories einen mutmasslichem Dealer im März 2014 in Alcorcón (Madrid), nach offiziellen Angaben, um 20 000 € in Bargeld und rd. 200 000 € in Schmuckstücken „erleichtert“ haben. Bei diesem Überfall sollen auch sein Bruder, Enrique Menéndez Mories und Javier Oviedo  alias Javi El Bombero („Javi, der Feuerwehrmann“; Anmerk. d. Verf.: J.O. arbeitet tatsächlich bei der Madrider Berufsfeuerwehr!) beteiligt gewesen sein.

Beim letzten bekannten Coup sollen, nach Informationen der Polizei, die ebenfalls zur Führungsebene der US gehörigen, Óscar del Pino und Francisco Javier Antuñano alias El Fichaje („die Verpflichtung/i.S.v. Neuzugang“), eine Madrider Anwältin im Oktober letzen Jahres in ihrer Wohnung bis zur Bewusstlosigkeit stranguliert und rd. 12 000 €, sowie eine hochwertige Damenuhr, erbeutet haben.

Bei diesem Raub am 6.10.2014 sollen die Verdächtigen Polizeimarken aus der Franco-Zeit benutzt haben, um sich Zutritt zur Wohnung der Anwältin zu verschaffen, die kurz zuvor den Verkauf eines teuren Mercedes abwickelte. Diese beiden Ultras atmen derzeit, wie oben erwähnt, „gesiebte Luft“.

Zu diesem gesamten Komplex erscheint dieser Tage in Verlag „Circulo Rojo“ ein vom „Zentrum der Studien und Iniativen gegen Diskriminierung und Gewalt ( Centro de Estudios e Iniciativas sobre Discriminación y Violencia (Ceidiv)) herausgegebenes Buch „Odio en las calles“ („Hass auf den Strassen“). Dort werden die Aktivitäten der US zumindest seit 2011 in Wort und Bild dokumentiert werden.

)

Weihnachtsgedanken zu Real Madrid

25.12.2014

Durch den, eigentlich, ungefährdeten Erfolg im Endspiel der Klub-WM gegen San Lorenzo de Almagro, gelang den „Blancos“ ein Kunststück, das sie nie zuvor, in ihrer langen, wie glorreichen Geschichte, zustande brachten: Der Gewinn von vier Titeln in einem Kalenderjahr.

Fast ganz so nebenbei flossen diverse Rekorde: der 4. Welttitel für Real Madrid und für Carlo Ancelotti: richtig, niemand hat weder als Trainer, noch auf Vereinsebene mehr dieser Trophänen eingefahren; Sergio Ramos hat jetzt auch alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt; genauso übrigens wie Iker Casillas; nur dieser noch dazu, sämtliche Cups als Mannschaftskapitän; und ausserdem bestritt er in Marrakesch zugleich sein 700. Pflichtspiel für die „Blancos“.

Das diese Fussballer schon vor zwei Jahren den Ball mehr las fünf Meter geradeaus kicken konnten, bestreitet niemand. Nur diese Einheit, fern der verfeindeten Egos und der Primadonnen in der Kabine zu Zeiten Mourinhos, ist der primäre Verdienst Carlo Ancelotti’s, dieses grossartige Madrid geformt zu haben.

Der grosse Unterschied, abgesehen des unbestreitbaren sportl. Erfolges beider, ist der Faktor „Mensch“, wie er vielleicht in der Vereinshymne „Hala Madrid“ beschrieben wurde:

¡Hala Madrid!, Hala Madrid!, Hala Madrid!
Enemigo en la contienda,
cuando pierde da la mano
sin envidias ni rencores,
como bueno y fiel hermano

Hoch, Madrid! (3x)
Gegner in der Schlacht,
wenn (Madrid) verliert, reicht es dir Hand,
ohne Neid und ohne Groll,
wie ein guter und treuer Bruder.

(s.a. http://www.primeradivision-direkt.de/?m=201407

 

Damit ist alles gesagt: Die derzeitige überlegenheit der „Merengues“ kommt nicht von irgendwo her, wie vorher ebenso wenig ihre Anfälligkeiten kamen, sondern sind Produkt eines gut ausgeführten, gezielten Projekts!

 

CHAPEAU!

Operación Neptuno: Der vorläufige Abschlussbeginn + die Geburt einer neuen Legende in der spanischen Ultra-Szene

19.12.2014

Die Ereignisse gestern fokussierten sich auf zwei Brennpunkte: 1. Den Verlauf der polizeilichen und richterlichen Befragung der inhaftierten Ultras der Frente Atlético (FA) und 2. Die zweite Verhaftungswelle in A Coruña unter den Riazor Blues (RB).

Im Laufe des Tages stieg die Zahl der Hauptverdächtigen mit der Verhaftung eines Ultras (21) der FA in Parla auf Drei. Bei allen Dreien hat der zuständige Richter in Madrid eine Untersuchungshaft ohne Kaution verhängt. In der Schwebe ist auch noch, ob die Anklage auf Totschlag oder auf Mord lauten wird. Alle anderen vorrübergehend inhaftierten Ultras der FA erhielten zur Auflage sich dem Stadion Vte. Calderón nicht auf weniger als einen Kilometer zu nähern, 14-täglicher Meldepflicht bei der zuständigen Polizeibehörde, sowie des einjährigen Verbotes jegliches Spiel von Atlético, weder im In- noch im Ausland, zu besuchen. Bei Verstössen erlischt die Bewährungsgrundlage. Der Elitesoldat der UME ist der Einzige, der ohne Auflagen freigelassen wurde, da er mittels eines Flugtickets beweisen konnte, dass er sich zum Zeitpunkt der Ausschreitungen in Frankreich aufgehalten habe.

Auch die Verhafteten aus Reihen der Ultra Boys (Real Sporting de Gijón) sind inzwischen wieder auf freiem Fusse.

Cuatro ultras nazi-fascistas han sido detenidas este miércoles en Xixón

(Verhaftung der Ultra Boys; Foto: Sare Antifascista)

Gegen alle im Rahmen dieses Verfahrens, mit Ausnahme der Hauptverdächtigen, Betroffenen wird ermittelt wegen öffentlicher Aufruhr und gegenseitiger Anzeigen wegen Körperverletzung unter den gegnerischen Ultragruppen.

Ebenfalls gestern wurden in A Coruña 18 Ultras der RB, in einem Einsatz unter der Leitung der Madrider Policia Nacional, festgenommen. Auch diese Ultras kamen bereits am selben Tage nach der polizeilichen Vernehmung in Madrid unter Auflagen wieder frei.

Die Geburt einer neuen Legende in der spanischen Ultraszene

Wie heute das spanische Ultra-Internet-Portal Super Hincha In derselben Tonlage meldet,  in der beide Ultra-Gruppen in den Vernehmungen abstritten, dass es eine Verabredung zwischen den Gruppen aus der Hauptstadt und Galiziens gegeben haben soll, habe ein „Chivatazo“, (im Sp.: gemeiner, hinterlistiger; oft: „Insider-„), ein Tip, die Ereignisse entfesselt. Den jedes Mal, wenn eine Legende ausgeräumt wird, entsteht gleichzeitig Raum für neue Spekulationen.

 

Von Seiten der Madrilenen wurden jetzt Gerüchte ins Spiel gebracht, dass die RB nicht „in einen Hinterhalt“ geraten seien, sondern sie sollen im Gegenteil, in Zusammenarbeit mit anderen linken Ultra-Gruppen wie z.B. den Bukaneros (Rayo Vallecano), Alkor Hooligans (CD Alcorcón), Indar Gorri (CA Osasuna) und weiteren, geplant gehabt haben, eine Kneipe der FA anzugreifen. Dies passierte zuletzt beim Gastspiel des Valencia CF, als die Ultra Yomus sehr früh vor Ort waren, oder letztes Jahr am Sylvesterabend, als ·das „Rio Duratón“ (s.a. vorheriger Artikel hier) durch eine Gruppe der Ultra Sur angegriffen wurde. Solche Aktionen gelten in der Szene den als eine Art  „Kriegstrophäe“!

Von dieser Story, der geplanten Attacke durch die RB und Verbündete, soll dann ein linker Atlético-Fan gehört haben und daraufhin soll auf diesem Wege diese Info zum Frühstück der FA gelangt sein. Die FA sei einem Angriff der RB also nur zuvor gekommen, und der Gegner, die RB, hätten nicht mit so einer, paramilitärisch gut, geplanten Aktion gerechnet und deswegen den Kürzeren gezogen. Meine Oma sagte in solchen Fällen, wenn sie Ausflüchte meiner zu wittern vermeinte: „Junge, du kannst mir erzählen, im Himmel ist Jahrmarkt!“

 

Mythen in Tüten: Wer es dann doch selbst lesen möchte; hier der Link zu Super Hincha:http://superhincha.blogspot.com.es/2014/12/posible-chivatazo-al-frente-atletico.html